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462 Millionen für ÖV-Ausbau

Der öffentliche Verkehr im Kanton Bern wird weiter ausgebaut. Der Grosse Rat genehmigte am Mittwoch den entsprechenden Angebotsbeschluss und segnete den dazugehörigen Rahmenkredit von 462 Millionen Franken ab.

Vom Angebotsausbau in den Jahren 2010 bis 2013 profitieren vorab die Städte und Agglomerationen. In Bern etwa sollen weitere Buslinien auf Trambetrieb umgestellt werden. Biel soll mit dem Regio-Tram eine neue Ost-West-Achse für insgesamt 125 Millionen Fr. erhalten.

Investition in Infrastruktur

Auch die Planung des neuen RBS-Tiefbahnhofs in Bern, die Projektierung der Entlastung Wylerfeld und Holligen oder der Bau eines dritten Bahngleises zwischen Gümligen und Münsingen erfordern Investitionen in Millionenhöhe.

Zudem soll auf vielen ÖV-Linien in den Agglomerationen Biel, Burgdorf, Thun und Interlaken der Takt verdichtet werden. Zwischen Münchenbuchsee, Bern und Belp soll es den Viertelstundentakt geben. Rund um Langenthal verkehren die Busse neu durchgehend im Stundentakt, wo nicht schon Halbstundentakt gilt.

Immer mehr Reisende

Regierungspräsidentin und Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) machte im Rat darauf aufmerksam, dass der öffentliche Verkehr die «zentrale Lebensader unserer Gesellschaft ist». Es brauche den Ausbau, um die stets wachsenden Passagierströme zu bewältigen.

Alle Regionen sollen ein angemessenes, aber nicht dasselbe ÖV- Angebot erhalten, sagte Egger-Jenzer weiter. Die Regionalen Verkehrskonferenzen hätten sich im Planungsprozess eingebracht und daraus sei eine gute Planung entstanden.

Daher komme es wohl auch, mutmasste Egger-Jenzer, dass es keine grossen Diskussionen im Rat gebe zu einzelenen Linien, wie sonst beim Angebotsbeschluss üblich. Aus dem Rat meldeten sich tatsächlich nur wenige Einzelsprecher zu Wort.

Einsamer Kritiker

Jürg Scherrer (FPS), ehemaliger Gemeinderat von Biel, bildete die Ausnahme und nutzte die Gelegenheit, gegen das geplante Regio- Tram Biel zu wettern. Die Kosten würden dereinst aus dem Ruder laufen. Den kommenden Generationen diese Kosten aufzubürden bezeichnete Scherrer als «masslos, überrissen und verantwortungslos».

Der Rat überwies den Angebotsbeschluss anschliessend mit 145:1 bei 2 Enthaltungen. Den Rahmenkredit bewilligte das Kantonsparlament mit 138 zu 2 Stimmen bei 1 Enthaltung.

SDA/bs

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