400 Berner Wolfsgegner schliessen sich zusammen

Der Verband «Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere» hat seit Montag auch einen Berner Ableger – Hauptziel ist der schwächere Schutz des Wolfs.

Im Zoo akzeptiert, in freier Wildbahn nicht ohne Gegner: Ein Wolf im Berner Tierpark Dählhölzli. (Archiv)

Im Zoo akzeptiert, in freier Wildbahn nicht ohne Gegner: Ein Wolf im Berner Tierpark Dählhölzli. (Archiv) Bild: Franziska Scheidegger

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Im Kanton Bern formieren sich die Gegner von Wolf, Bär und Luchs. Wie bereits letzte Woche angekündigt (der «Bund» berichtete) ist am Montagabend in Thun die Vereinigung «zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern» gegründet worden.

Laut dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF nahmen an der Gründungsversammlung über 400 Personen teil - nebst Schaf- und Ziegenzüchtern sowie Jägern auch Vertreter der Alpwirtschaft.

Der Verein wird damit zum Berner Ableger des Dachverbandes «Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere». Dieser verfügt bereits in mehreren Kantonen über Lokalsektionen. Laut dem Gründungspräsidenten, dem Simmentaler SVP-Grossrat Thomas Knutti, sind die Schafrisse auf Berner Alpen «nicht mehr erträglich». Die Präsenz des Wolfs sei für Älpler eine «grosse Gefahr», und es sei fraglich, «ob diese Alpen künftig noch bestossen werden», sagte Knutti gegenüber SRF.

Von den Behörden auf nationaler wie auf kantonaler Ebene fordern die Wolfsgegner, dass Grossraubtiere einfacher abgeschossen werden können, wenn sie bei Nutztieren Schäden anrichten. Erwartet werden auch schnellere Verfahren im Schadensfall und mehr Unterstützung für die Alpwirtschaft.

Im Kanton Bern wurden letztmals am 1. April im Emmental Schafrisse durch den Wolf nachgewiesen. Das Jagdinspektorat rapportiert die Fälle und publiziert sie laufend auf der Karte «Wolfspräsenz 2018» im Internet.

Seit einem halben Jahr nicht mehr im Kanton Bern gesichtet wurde der Bär. Er ist derzeit im Kanton Obwalden unterwegs. Letztmals gesehen wurde ein Bär auf Berner Boden am 11. September 2017 im Gental auf Gemeindegebiet von Innertkirchen. Dabei handelt es sich um einen «Einwanderer» aus dem Trentino in Italien. (zec/sda)

Erstellt: 17.04.2018, 10:00 Uhr

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