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30- bis 45-jährige Staatsangestellte erhalten besonderen Lohnzustupf

Der Regierungsrat erhöht die Löhne des Kantonspersonals und der Lehrkräfte. Die 30- bis 45-Jährigen erhalten einen besonderen Zustupf – nicht zur Freude des Staatspersonalverbandes.

Keine Demonstrationen wie 2010, aber auch kein Jubel lösen die getroffenen Massnahmen beim Staatspersonalverband hervor.
Keine Demonstrationen wie 2010, aber auch kein Jubel lösen die getroffenen Massnahmen beim Staatspersonalverband hervor.
Adrian Moser (Archiv)

Der bernische Regierungsrat ist der Ansicht, dass der Kanton Bern bei den Löhnen für 30- bis 45-jährige besonders der Konkurrenz hinterherhinkt. Deshalb erhalten Angestellte in diesem Alter sowie jüngere Lehrkräfte im kommenden Jahr einen besonderen Lohnzustupf.

Der Regierungsrat wird für Lohnerhöhungen zugunsten dieser Personen den sogenannten Rotationsgewinn einsetzen, wie er am Mittwoch mitteilte. Das sind frei werdende Mittel, die einem Arbeitgeber entstehen, wenn austretende Angestellte durch neue, meist jüngere Personen mit tieferem Lohn ersetzt werden.

Die Kantonsregierung macht diese Aussage im Zusammenhang mit der Lohnsummenerhöhung um 1,3 Prozent, welche der Grosse Rat Ende November im Rahmen der Budgedebatte genehmigte. Der Regierungsrat hat beschlossen, dass davon 0,4 Prozent in Form des Teuerungsausgleichs an alle Angestellten und Lehrkräfte gehen.

0,9 Prozent stellt die Kantonsregierung für individuelle Lohnerhöhungen auf der Basis von Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen bereit. So ist es möglich, dem Kantonspersonal durchschnittlich rund zwei zusätzliche Gehaltsstufen und den Lehrkräften fest zwei zusätzliche Gehaltsstufen zu gewähren.

Der Regierungsrat hatte dem Kantonspersonal und den Lehrkräften zuerst 1,5 Prozent Lohnsummenerhöhung gewähren wollen. Doch fielen 0,2 Prozentpunkte dem vom Grossen Rat Ende November beschlossenen Budgetkompromiss zum Opfer. Er enthält mehrere Sparmassnahmen.

«Mit blauem Auge davongekommen»

Matthias Burkhalter, Geschäftsführer des Bernischen Staatspersonalverbands, bezeichnete am Mittwoch das Weihnachtsgeschenk des Regierungsrats an 30- bis 45-jährige als falsch.

Die Rotationsgewinne müssten besser jenen zugute kommen, welche in den letzten Jahren neu angestellt worden seien, nicht den 30- bis 45-jährigen, sagte Burkhalter auf Anfrage. Die in den letzten Jahren angestellten Personen wiesen den vergleichsweise grössten Rückstand auf.

Auch nach dieser Lohnsummenerhöhung hinke nämlich der Arbeitgeber Kanton Bern bei der Lohnentwicklung dem Bund und grossen Organisationen um geschätzte 17 Prozent hinterher, wenn man die letzten Jahre betrachte.

Mit einem Lohnsummenwachstum von 1,3 Prozent sei das bernische Staatspersonal aber «mit einem blauen Auge davongekommen». «Wir jubeln nicht, werden aber auch nicht demonstrieren», so Burkhalter.

SDA/bs

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