2017 wird die Schützenmatte wohl wieder ein Neustadt-Lab

Mehr Abendveranstaltungen, mehr Spielbetrieb: Das diesjährige Neustadt-Lab kam beim Publikum besser an als die Premiere, so die Bilanz.

  • loading indicator

Bereits am Morgen herrscht reges Treiben auf der Schützenmatte: Zahlreiche Freiwillige sind am Montag gekommen um die Bühnen und Bars abzubauen, welche den grauen Parkplatz vor der Reitschule in ein Tummelfeld für Kulturschaffende verwandelten. Was in den vergangenen acht Wochen aufgebaut wurde, muss wieder parkierenden Autos und Reisebussen weichen.

Während die letztjährige Erstausgabe des Neustadt-Labs bei vielen Stadtbewohnern auf Unverständnis stiess, konnten die Betreiber in diesem Jahr das Profil des Anlasses schärfen. Dies zeigte sich auch an den wachsenden Besucherzahlen: Der öffentliche Experimentierraum für Künstler und Kulturveranstalter hat im Vergleich zum letzten Jahr viermal mehr Leute angelockt.

Unter der Woche tummelten sich laut Jürg Lüdi, Projektleiter des Neustadt-Lab, im Schnitt etwa 300 Besucher auf dem Platz, während an den Wochenenden bis zu 3000 Leute auf der Schützenmatte feierten. Im Vergleich zum Vorjahr habe man ausserdem ein breiteres Publikum ansprechen können.

Abendprogramm zog Leute an

Grund für die höheren Besucherzahlen sei laut Lüdi der stärkere Fokus auf kulturelle Anlässe am Abend und die sportlichen Aktivitäten tagsüber auf dem Platz. So wurden einige Parkfelder auf der Schützenmatte zeitweise etwa zu einem Fussballfeld oder einer Boccia-Bahn umfunktioniert. Auch auf der neuen Skateanlage herrschte laut Lüdi «von morgens bis abends reger Betrieb».

Ein weiterer Vorteil der diesjährigen Ausgabe seien die regelmässig stattfindenden Anlässe gewesen, darunter die Konzertreihen auf der Solstage oder die Partys am Wochenende. «Der diesjährige Erfolg hat gezeigt, dass es ein Kulturprogramm am Abend braucht», so Lüdi. Man müsse aber aufpassen, dass die Grundidee nicht verloren gehe. Deshalb plane man nicht, das Abendprogramm in Zukunft noch stärker auszubauen.

Zukunft des Stadtlabors

Über die zukünftige Nutzung der Schützenmatte finden derzeit Verhandlungen statt. Anfangs September hat der Gemeinderat zugestimmt, die Parkplätze auf der Schützenmatte aufzuheben. Stattdessen soll künftig vor der Reitschule ein «attraktiver Begegnungsort» entstehen, auf dem «verschiedenste Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten» durchgeführt werden können.

Über die nötige Erhöhung des Planungskredits um 400'000 Franken und die Mindereinnahmen aufgrund der wegfallenden Parkgebühren muss nun der Stadtrat befinden. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen eine Studie und Sofortmassnahmen zur Umgestaltung des Platzes finanziert werden.

Wie eine ganzjährige Nutzung allerdings konkret aussehen wird, ist noch unklar. Um die Kommunikation zwischen Anwohnern, Betroffenen und Nutzern zu vereinfachen, wird am 1. November ein Trägerverein gegründet.

«Das Konzept des Neustadt-Labs kann man mit Einschränkungen auf das ganze Jahr ausdehnen», so Lüdi. Da es bis zum Ende der Verhandlungen allerdings noch dauere, plane man vorerst eine dritte Ausgabe des Neustadt-Labs im kommenden Jahr.

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt