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«. . . da ich wissen will, was in meiner Kindheit gelaufen ist»

Für Verding- und Heimkinder, die auf der Suche nach ihrer Geschichte sind, spielen Archive eine zentrale Rolle. Im Berner Stadtarchiv ist es Yvonne Pfäffli, die in die Tiefe steigt, wenn ein Gesuch um Akteneinsicht eintrifft.

An ihrem Arbeitsplatz ist Yvonne Pfäffli umgeben von Dossiers, die Tausende Schicksale enthalten.
An ihrem Arbeitsplatz ist Yvonne Pfäffli umgeben von Dossiers, die Tausende Schicksale enthalten.
Adrian Moser

Es ist kühl in den weitläufigen Untergeschossen. Wenn sie länger dort unten zu tun habe, ziehe sie sich etwas Wärmeres an, sagt Yvonne Pfäffli. Die Historikerin arbeitet seit anderthalb Jahren im Berner Stadtarchiv, das im Kubus untergebracht ist, dem Erweiterungsbau des Historischen Museums. Im fensterlosen, wohl vierzig Meter langen Raum drängen sich die Stirnseiten mächtiger Gestelle aneinander. Drückt die Archivarin auf einen Knopf, verschieben sie sich fast lautlos und geben am gewünschten Ort einen Gang frei. «Hier», sagt sie und tritt hinein in den Zwischenraum, der sich geöffnet hat.

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