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Plädoyer für eine lebendige Altstadt

Die Ansprüche an den öffentlichen Raum in der Berner Innenstadt sind in den letzten Jahren stark gestiegen, sagt Polizeiinspektor Jean-Claude Hess. Er tritt Ende März 2015 nach 24 Jahren im Amt in den Ruhestand.

Das Schöne an der Altstadt sei der Nutzermix, findet Jean-Claude Hess.
Das Schöne an der Altstadt sei der Nutzermix, findet Jean-Claude Hess.
Manu Friederich

Herr Hess, vor zehn Jahren sorgten Strassenmusik, Bettelei sowie Ver­anstaltungen und Demonstrationen für Ärger in der Innenstadt. Hat sich an dieser «Hitliste» etwas geändert?

Bettelei und Strassenmusik sind kaum mehr ein Thema. Die Ansprüche an den öffentlichen Raum sind aber generell um ein Vielfaches gestiegen. Ursprünglich gehörte der öffentliche Raum den Fussgängern, Velos und Autos. Es gab auch Plätze zum Verweilen. Seit einigen Jahren findet aber eine Mediterranisierung des Lebens statt. Das Nachtleben fängt später an und hört später auf. Gewerbe und Läden drängen in den öffentlichen Raum, es gibt eine starke Zunahme der Anzahl Demonstrationen und vor allem grosser Veranstaltungen. Zurzeit finden über 600 Veranstaltungen pro Jahr statt, von denen viele auf den Bundesplatz wollen. Das alles aneinander vorbeizubringen und alle gleichzubehandeln, ist eine grosse Herausforderung.

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