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Stadt Bern setzt Bernmobil unter Druck

Der Gemeinderat hindert Bernmobil daran, seinen Strom möglichst günstig einzukaufen. Der Auftrag soll bei der städtischen EWB bleiben. Ein Experte übt Kritik.

Die Trams sollen nach dem Willen des Gemeinderats auch weiterhin mit Strom von EWB abfahren.

Die Trams sollen nach dem Willen des Gemeinderats auch weiterhin mit Strom von EWB abfahren.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Im letzten Jahr hat Bernmobil Strom zum Preis von rund zwei Millionen Franken bei Energie Wasser Bern (EWB) bezogen. Der Vertrag soll nun aber nicht mehr automatisch verlängert werden. Denn der Verwaltungsrat von Bernmobil hat letzten November erstmals beschlossen, den Stromliefervertrag auszuschreiben, wie «Bund»-Recherchen zeigen. Aufgrund der Strommarktliberalisierung vor zehn Jahren hätte er das schon seit langem tun können. Bisher hat das Unternehmen aber «aufgrund der jahrelangen engen Partnerschaft mit EWB» darauf verzichtet, sagt die zuständige Gemeinderätin Ursula Wyss (SP). Dabei wäre eine Ausschreibung juristisch angezeigt, wie Experte Reto Steiner erklärt.

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