SP will im Kanton Bern 23 Prozent der Stimmen holen

Die SP Kanton Bern will bei den nationalen Wahlen an den Erfolg bei den Grossratswahlen 2018 anknüpfen und gut drei Prozent zulegen.

Die Parteileitung der SP Kanton Bern informierte am Freitag über ihren Wahlkampf.

Die Parteileitung der SP Kanton Bern informierte am Freitag über ihren Wahlkampf.

(Bild: zvg)

Die SP Kanton Bern hat sich zum Ziel gesetzt, bei den nationalen Wahlen am 20. Oktober mindestens die sechs bisherigen Sitze im Nationalrat zu halten. Das gab die Parteileitung an ihrer Medienkonferenz am Freitag bekannt.

Dazu strebt die SP einen Wähleranteil von 23 Prozent an. Das sind gut drei Prozentpunkte mehr als bei den letzten nationalen Wahlen 2015 – damals kam die bernische SP auf 19,7 Prozent der Stimmen. Dieses Ziel sei durchaus realistisch, sagt Ueli Egger, Co-Präsident der SP Kanton Bern: «Bereits bei den Grossratswahlen 2018 konnten wir rund drei Prozent zulegen.» Ausserdem sieht sich die SP gestärkt durch die zwei gewonnenen Referenden zur kantonalen Steuerreform und zum Sozialhilfegesetz.

Weniger Sitze, mehr Stimmen?

Aus Sicht der SP ist ein Zuwachs an Wählerinnen und Wählern auch deshalb wichtig, weil der Kanton Bern im Nationalrat ab diesem Herbst nur noch 24 statt wie bisher 25 Sitze besetzen darf. «Zugpferde», so Wahlkampfleiterin Tanja Bauer, seien die fünf der sechs bisherigen Nationalrätinnen und Nationalräte, die wieder antreten. Namentlich sind dies Nadine Masshardt, Flavia Wasserfallen, Matthias Aebischer, Adrian Wüthrich und Corrado Pardini. Nicht mehr antreten wird Margret Kiener Nellen. «Wir sind gespannt, wer von unserer Frauenliste ihren frei werdenden Sitz erobern wird», sagt Bauer. «Aus Fairness» wolle sie aber keine Prognose abgeben.

Chancen ausrechnen auf Kiener Nellens Nachfolge dürfte sich wohl die ehemalige Juso-Präsidentin und Grossrätin Tamara Funiciello.

Wie bereits 2015 tritt die SP auch diesen Herbst mit einer Frauen-, einer Männer-, einer Juso- und einer Internationalen Liste an.

Mehrgleisiger Wahlkampf

Im Wahlkampf setzt die SP primär auf vier Kernthemen: Gleichstellung, tiefere Prämien im Gesundheitswesen, Klimaschutz und den Schutz von älteren Arbeitnehmenden. Um diese Themen unter die Leute zu bringen, setzt die SP Kanton Bern ein Gesamtbudget von 420'000 Franken ein für den Wahlkampf. Davon würden je rund ein Viertel in Wahlprospekte und Basiskampagnen fliessen. Ein Achtel des Budgets sei noch offen, der Rest fliesse in Plakate und Onlinewerbung, je zu etwa gleichen Teilen.

Wie viel die Kandidierenden selbst aufwenden für den Wahlkampf, sei noch nicht klar, sagt Egger. Dazu gebe es vonseiten der Partei keine Vorschriften an die Kandidierenden. «Die Regel ist aber, dass sie fünf Prozent ihrer eigenen Wahlkampfausgaben an die Kantonalpartei abgeben müssen», so Egger.

Wie bereits vor vier Jahren will die SP erneut auf viel freiwilliges Engagement ihrer Mitglieder zählen. So werden auch in den kommenden Wochen Standaktionen durchgeführt und Telefonwahlkampf betrieben.

nfe

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