Skywork-Gründer Alex Gribi gestorben

Der Berner Luftfahrtunternehmer Alex Gribi ist im Alter von 76 Jahren gestorben.

Gribi erlag seinem Krebsleiden.

Gribi erlag seinem Krebsleiden.

(Bild: Christian Pfander)

Der Pilot und Gründer der Regionalfluggesellschaft Skywork starb 76-jährig am vergangenen Sonntag, wie seine Familie in einer Todesanzeige am Donnerstag mitteilte.

Gribi sei nach einer Krebserkrankung in Kehrsatz im Kreis der Familie friedlich eingeschlafen, berichtete die «Berner Zeitung» unter Berufung auf Gribis Sohn Manuel Mätzler.

Alex Gribi gründete die inzwischen Pleite gegangene Airline Skywork 1983 im Belpmoos als Flugschule und Lufttaxi-Unternehmen. Das Unternehmen zählte zu seinen besten Zeiten 180 Mitarbeiter und verfügte zuletzt über sechs Turboprop-Maschinen.

Nach finanziellen Turbulenzen verkaufte Gribi 2010 seinen Besitz am Unternehmen an den Rolex-Erben und Investor Daniel Borer und schied aus. Skywork ging Ende August 2018 finanziell der Schnauf aus, das Unternehmen stellte den Flugbetrieb ein. Der Flughafen Bern-Belp verlor damit seinen Hauptkunden. Vom Grounding waren rund 11'000 Passagiere betroffen. Rund hundert Mitarbeitende von Skywork verloren ihren Job.

Gribi gründete nach seinem Ausscheiden bei Skywork 2011 mit seinen beiden Söhnen eine neue Fluggesellschaft für den Betrieb eines privaten Business-Jets, die bis heute in Betrieb ist. Zudem war er am Flugplatz als Immobilien- und Gastrounternehmer tätigt. Das Restaurant hiess Gribi’s Eat & Drink Bern-Airport und gestattete den Gästen einen direkten Blick aufs damals noch hektischere Fluggeschehen.

Er war kein geschliffener Businessman, sondern behielt zeitlebens etwas Pionierhaftes, Ungezähmtes an sich. Auch legte er seine Worte nicht auf die Goldwaage, sondern sagte spontan, was ihn bewegte. Seinem damaligen CEO Tomislav Lang oblag es dann, die direkten und vielleicht allzu forschen Aussagen mit der Einleitung zu glätten: «Was Herr Gribi damit sagen wollte...»

Nicht ungetrübt war das Verhältnis zum Flughafen. Gribi wünschte sich mehr Unterstützung und pochte auf organisatorische Änderungen bei der Flughafenbetreiberin. Er scheute sich dabei nicht, die Flughafenverantwortlichen vor den Kadi zu ziehen, allerdings erfolglos.

Alex Gribi war ein Unternehmer, in dessen Adern das sprichwörtliche Kerosin floss. Schon sein Vater, ein Militärpilot, hatte sich in den 1960er-Jahren auf dem Belpmoos-Gelände als Unternehmer etabliert.

nfe/lok/sda

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