Sie wurden abgewählt

14 Mitglieder des bernischen Grossen Rates, die im vergangenen November der umstrittenen Lohnerhöhung in eigener Sache zustimmten, können vom höheren Salär nicht profitieren: Sie haben die Wiederwahl verpasst.

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Bei den 14 Abgewählten handelt es sich um 10 Mitglieder der BDP, 2 der SVP und je 1 von FDP und EDU. Das geht aus einer Zusammenstellung der Nachrichtenagentur sda hervor.

Die Lohnerhöhung mitten in der Spardebatte hatte landesweit für Aufsehen gesorgt. Das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (Kabba) hatte eigens eine Website aufgeschaltet, auf der es zur Abwahl der Lohn-Befürworter aufrief.

Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen. Insgesamt 68 Grossrätinnen und Grossräte stimmten im November für deutlich höhere Saläre. 49 schafften die Wiederwahl, 14 verpassten sie, 5 traten nicht mehr an.

BDP-Parteichef Heinz Siegenthaler hatte in der Debatte für Aufsehen gesorgt mit dem Ausspruch: «Diejenigen Leute, die es unverschämt finden, dass ich mir den Lohn heraufgesetzt habe, sollen mich nicht mehr wählen.»

Siegenthaler schaffte am Wochenende die Wiederwahl, allerdings wird er bald ins Bundeshaus wechseln. Er erbt den Nationalratssitz der zurücktretenden Ursula Haller.

Auch Linke abgewählt

Inwiefern die «Abwahlen» mit dem Verhalten in der Lohnabstimmung zusammenhingen, bleibt Spekulation. Sicher ist: Ein Verzicht auf eine Lohnerhöhung in eigener Sache war auch keine Garantie für die Wiederwahl.

66 Parlamentarier stimmten im November gegen mehr Lohn. Vier von ihnen wurden am Wochenende nicht wiedergewählt: zwei Mitglieder der SP, 1 Grüne, 1 CVP.

bwg/sda

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