ABO+

Schwule haben im Kirchgemeinderat «keinen Platz»

Die Spitze der reformierten Kirche ist im Umgang mit Homosexualität liberal. Doch die Basis tut sich teilweise immer noch schwer. Ein krasser Mobbingfall.

Weil er schwul ist, gehöre er nicht in den Kirchgemeinderat, findet die Präsidentin des Kirchgemeinderats Melchnau.

Weil er schwul ist, gehöre er nicht in den Kirchgemeinderat, findet die Präsidentin des Kirchgemeinderats Melchnau.

(Bild: Alexandra Jäggi)

Max Blum* ist Mitglied des Kirchgemeinderats von Melchnau, eine Gemeinde im bernischen Oberaargau unweit von Langenthal. Wäre es nach der Kirchgemeinderatspräsidentin gegangen, sässe er nicht in diesem kirchlichen Gremium.

Zwei Monate vor seiner Wahl hat Chantal Lanz einen Brief an die damalige Pfarrerin geschickt, worin sie schrieb, Blum gehöre nicht in den Kirchgemeinderat. Die Bibel sei da sehr klar: «Homosexualität hat in der Gemeindeleitung keinen Platz.» Sein Verlangen sei Ausdruck für ein Herz, das in erster Linie an eine Neigung vergeben sei, die nicht «Gottes Willen» entspreche. «Und das ist Sünde.» Der Brief liegt dem «Bund» vor. Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern haben den Fall den Medien gemeldet.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt