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Scherbenhaufen im Stadtrat

Abgeordnete entschuldigen sich, nachdem eine chaotische Sitzung des Berner Stadtrats hat abgebrochen werden müssen.

Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP) musste die Stadtratssitzung am Donnerstag vorzeitig abbrechen.
Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP) musste die Stadtratssitzung am Donnerstag vorzeitig abbrechen.
Franziska Rothenbühler (Archiv)

Wie nach einer durchzechten Nacht blicken Berns Stadtparlamentarier schmerzhaft und reuevoll auf den Donnerstagabend zurück. Die Stadtratssitzung ist nach Verwirrung beim Stimmenzählen im Chaos versunken und wurde abgebrochen.

Verlegenheit und Vorwürfe

Am Tag danach ist die Verlegenheit gross. «Was gestern gelaufen ist, war unwürdig», sagt Kruit. «Wir haben uns vor der ganzen Schweiz blamiert», sagt Kohli. «Im Namen des Parlaments entschuldige ich mich bei allen Steuerzahlern.» Doch gleichzeitig werden Vorwürfe laut: «Die Linken waren wie von jeder Wespe gestochen», so Kohli. Kruit wiederum stellt Kohlis Vorgehen infrage: «Die Sitzungsleitung war ungenügend.»

GFL und SP bemängeln die Arbeit des Ratssekretariats, das Stimmzähler auf ihre Aufgaben vorzubereiten hat. «Sie waren möglicherweise ungenügend instruiert», so Gutzwiller. Ratssekretärin Nadja Bischoff weist dies zurück. «Unsere Anweisungen sind aber offenbar nicht von allen gleich verstanden worden.» Den Zählprozess werde man aber seitens Sekretariat optimieren.

Bleibt noch die Frage nach der Velokampagne: Der Rat hat eine kleinere Budgeterhöhung verlangt – auf 638000 statt 750000 Franken. «Damit kann man durchaus eine wirkungsvolle Kampagne durchführen», sagt Michael Sutter (SP). Bernhard Eicher (FDP) hingegen glaubt, die Kampagne sei «tot»: «Jedes Plakat wird die Berner an das gestrige Chaos erinnern.» Sutter winkt ab: Zwar sei es wichtig, die nächste Velodebatte «in geordneten Bahnen» zu führen. Die Sitzung vom Donnerstag habe jedoch «die Überforderung diverser Beteiligter» aufgezeigt. «Mit der Velokampagne selbst hatte das nichts zu tun.»

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