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Samstags-Shopping: Nun kommt es zum Showdown

Im bernischen Parlament zeichnet sich eine Mehrheit für die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten ab. Die Gewerkschaften kündigen das Referendum an.

Im Kanton Bern kann die Bevölkerung wohl schon bald länger und an zusätzlichen Tagen einkaufen. Der entsprechende Gesetzesentwurf stösst bei einer Mehrheit im Kantonsparlament jedenfalls auf Zustimmung. Das ergab eine «Bund»-Umfrage unter den Parteien. Am deutlichsten sprechen sich demnach SVP, FDP und BDP für eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten aus. Dagegen sind SP, Grüne, EVP und der Gewerkschaftsbund. Der Gesetzesentwurf befindet sich noch bis am 5. August in der Vernehmlassung.

Konkret sollen die Ladenöffnungszeiten an Wochenenden und vor Feiertagen angepasst werden. An Samstagen und vor Feiertagen ist eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten für Verkaufsgeschäfte von 17 Uhr auf 18 Uhr vorgesehen. Zudem sollen die Läden an vier Sonn- beziehungsweise Feiertagen pro Jahr ohne Bewilligung öffnen dürfen. Dies forderte FDP-Fraktionspräsident und Grossrat Adrian Haas in einer im März eingereichten Motion. Das entspricht den vier Sonntagen, die der Kanton gemäss Bundesrecht als bewilligungsfreie Sonntagsarbeit im Detailhandel festlegen darf. Bisher lässt das kantonale Gesetz über Handel und Gewerbe lediglich zwei solche Tage zu. Mit dem neuen Gesetz ginge der Kanton Bern an das Maximum des vom auf Bundesebene vorgesehenen Arbeitsrechts.

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