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Rückkehrzentren im Kanton Bern nehmen bald den Betrieb auf

Biel, Aarwangen und Gampelen: In diesen Gemeinden werden ab Frühjahr abgewiesene Asylsuchende einquartiert.

Das Gelände auf dem Bieler Bözingenfeld, wo die bestehende Asylunterkunft umgenutzt werden soll.
Das Gelände auf dem Bieler Bözingenfeld, wo die bestehende Asylunterkunft umgenutzt werden soll.
Keystone

Im Kanton Bern nehmen die neuen Rückkehrzentren für abgewiesene Asylsuchende im Frühjahr ihren Betrieb auf. Das teilte die kantonale Sicherheitsdirektion am Mittwoch mit.

Betrieben werden sie bekanntlich von der ORS Service AG (lesen Sie an dieser Stelle, warum die ORS den Betrieb massiv günstiger offeriert hat, als ihre Konkurrenz). Die Rückkehrzentren werden sich gemäss früheren Angaben voraussichtlich in Biel, Aarwangen und Gampelen befinden. Dort sollen die bestehenden Asylunterkünfte zu reinen Rückkehrzentren umgewandelt werden.

Der Grosse Rat hat die Neustrukturierung des Berner Asylwesens letztes Jahr beschlossen. Sie verfolgt zwei Hauptziele: Wer bleiben darf, soll besser integriert werden. Wer gehen muss, soll zügig ausgeschafft werden. Der Kanton Bern passt so seinen Asyl- und Flüchtlingsbereich den eidgenössischen Vorgaben an.

Ab Mitte Januar erhalten sämtliche Personen mit rechtskräftigem Wegweisungsentscheid im Kanton Bern ein erstes Informationsschreiben. Familien mit schulpflichtigen Kindern werden zudem vom kantonalen Migrationsdienst zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Man wolle auf die besonderen Bedürfnisse von Familien Rücksicht nehmen, schreibt die Sicherheitsdirektion.

Generell will der Kanton Bern den Weggewiesenen die freiwillige Rückkehr schmackhaft machen: Wer sich bis Ende Februar 2020 für eine selbständige Rückreise anmeldet, kann mit einem finanziellen Zustupf rechnen - also mit einer höheren Rückkehrhilfe.

Wer nicht selbständig ausreisen will, erhält laut Kanton «detaillierte Informationen zum Umzug ins Rückkehrzentrum» - inklusive dem genauen Datum des Umzugs.

SDA/zec

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