Reto Nause strebt das Doppelmandat an

Der CVP-Mann will so oder so noch einmal für den Gemeinderat kandidieren.

Noch im August sagte Gemeinderat Reto Nause (CVP), er werde erst nach den Wahlen entscheiden.

Noch im August sagte Gemeinderat Reto Nause (CVP), er werde erst nach den Wahlen entscheiden.

(Bild: Raphael Moser)

Dass Reto Nause (CVP) als einziger Bürgerlicher im Berner Gemeinderat sitzt, erschwert die Bildung eines Mitte-rechts-Bündnisses. Denn für Parteien wie die FDP und die GLP sinken damit die Erfolgschancen, geniesst Nause doch einen Bisherigenbonus (der «Bund» berichtete).

Wer aus dem Mitte-rechts-Spektrum nun darauf hoffte, das «Nause-Dilemma» werde sich möglicherweise von selbst lösen – indem Nause nämlich in den Nationalrat gewählt und dann den Gemeinderat verlassen werde –, dürfte enttäuscht werden. Nause strebe das Doppelmandat an, berichtete die «Berner Zeitung» am Samstag.

«Wichtiger» direkter Draht

Noch im August sagte der CVP-Mann gegenüber dem «Bund», er entscheide erst nach den nationalen Wahlen vom 20. Oktober, ob er für eine vierte und letzte Amtszeit in der Berner Stadtregierung zur Verfügung stehe. In einem aktuellen Blog-Beitrag auf seiner Website verweist er nun aber darauf, wie wichtig der direkte Draht der Stadtregierung ins nationale Parlament sei.

In der Vergangenheit sei der Gemeinderat häufig auch im Bundesparlament vertreten gewesen, schreibt Nause weiter. Das sei begrüssenswert, «um frühzeitig Informationen zu erhalten und Einfluss zu nehmen». Er wolle das ändern und kandidiere deshalb «für unsere Stadt Bern» für den Nationalrat. Im Zeitungsbeitrag vom Samstag beantwortete Nause die Frage nach einem Doppelmandat unmissverständlich: «Es wäre komisch, mit diesem Argument für den Nationalrat anzutreten und danach nicht mehr als Gemeinderat zu kandidieren.»

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