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Reitschule: Regierungsrat «verwundert» über Berner Gemeinderat

In einem Brief kritisiert die Kantonsregierung die Stadt Bern wegen ihrer «passiven Haltung» im Reitschul-Dossier. Der Gemeinderat schweigt.

Die Reitschule sorgt für Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Kanton. (Archiv)
Die Reitschule sorgt für Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Kanton. (Archiv)
Franziska Rothenbühler

Der Regierungsrat ist unzufrieden damit, wie der Berner Gemeinderat das Dossier Reitschule führt. Die Kantonsregierung habe sich in dieser Sache vor rund zwei Wochen in einem Brief an den Berner Gemeinderat gewandt, wie die «Berner Zeitung» berichtete. Der Brief stamme vom Gesamtregierungsrat und sei von Regierungspräsident Christoph Ammann (SP) unterzeichnet. Nachdem sich in dieser Angelegenheit bereits Polizeidirektor Philippe Müller (FDP) im August in einem Schreiben an den Gemeinderat gewandt hatte, klinkt sich nun also der gesamte Regierungsrat ein. Denn Müllers Brief blieb unbeantwortet.

«Der Regierungsrat ist verwundert über die in seiner Wahrnehmung passive Haltung des Gemeinderats in diesem wichtigen Dossier», zitiert die BZ aus dem Brief. Eine Antwort habe der Regierungsrat bisher nicht erhalten, heisst es weiter.

Knatsch um «Wellness-Team»

Hauptstreitpunkt ist der Sicherheitsdienst der Reitschule. Polizeidirektor Philippe Müller fordert, dass das sogenannte «Wellness-Team» klar erkennbar sei. Die Reitschule weigert sich, ihre Sicherheitsmitarbeiter speziell zu kennzeichnen.

Ende 2018 hatte Müller via Medien in der Thematik Druck auf den Gemeinderat ausgeübt. Daraufhin sei es gemäss Brief zu einem Gespräch zwischen den beiden Exekutiven gekommen und der Stadtberner Sicherheitsvorsteher Reto Nause (CVP) und Müller hätten die Forderungen an die Reitschule zu Handen des Gemeinderates ausformuliert.

Eine Reaktion des Gemeinderates auf das Papier sei jedoch ausgeblieben, auch eine Nachfrage von Müller Anfang August hätte nicht gefruchtet. Daraufhin hätte sich der Gesamtregierungsrat eingeschaltet. Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) wollte sich in der BZ nicht zum Thema äussern.

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