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Widersprüche um Abschiebungsfall

Eine eritreische Familie aus Zollikofen wurde nach Italien ausgeschafft. Sie wehrt sich dagegen, stösst bei den Behörden jedoch auf taube Ohren.

Ausschaffung per Flugzeug am Flughafen Lugano.
Ausschaffung per Flugzeug am Flughafen Lugano.
Karl Mathis (Symbolbild), Keystone

Dienstag vor einer Woche an der Sekundarschule I in Zollikofen. Die Plätze, wo sonst der 15-jährige Warsay und seine Schwester sitzen, bleiben leer. Um 6.30 Uhr wurden sie, ein weiteres Geschwister und ihre Mutter von der Polizei geweckt. Zu Unterrichtsbeginn, waren sie bereits auf dem Weg nach Genf. Dort wartete ein Flugzeug, das die eritreische Flüchtlingsfamilie nach Mailand überführte. Die Familie wurde im Rahmen des Dublin-Abkommens, dessen Überarbeitung derzeit diskutiert wird, nach Italien zurückgeführt. Von dort aus waren sie im Sommer 2015 in die Schweiz gelangt, nachdem Warsays Vater aus politischen Motiven an der eritreischen Grenze erschossen worden war.

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