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Wenn sich der Boden in Luft auflöst

In der BEA-Sonderschau präsentieren sich die Seeländer Gemüsebauern von ihrer Sonnenseite. Doch zu Hause im Grossen Moos verlieren sie buchstäblich den Boden unter den Füssen.

Einst war die dunkle Torfschicht im Grossen Moos zwei Meter mächtig, heute misst sie noch rund 30 Zentimeter.Ort: Ins, Witzwil (BE), 432 m ü. M.Bodentyp: Anmooriger Fluvisol0 bis 30 cm: Schwarzer Oberboden, Humusanteil 50%30-60 cm: Unterboden aus Schwemmlehmab 60 cm: Untergrund aus SandschichtenDer Anteil dieses Bodentyps ist in der Schweiz gering. Fluvisole sind in Schwemmlandebenen und entlang von Flüssen zu finden.
Einst war die dunkle Torfschicht im Grossen Moos zwei Meter mächtig, heute misst sie noch rund 30 Zentimeter.Ort: Ins, Witzwil (BE), 432 m ü. M.Bodentyp: Anmooriger Fluvisol0 bis 30 cm: Schwarzer Oberboden, Humusanteil 50%30-60 cm: Unterboden aus Schwemmlehmab 60 cm: Untergrund aus SandschichtenDer Anteil dieses Bodentyps ist in der Schweiz gering. Fluvisole sind in Schwemmlandebenen und entlang von Flüssen zu finden.
Gabriela Brändle, Urs Zihlmann (Agroscope), Andrea
Ort: Wald, Zimmerwald BE, 895 m ü. M.Bodentyp: Braunerde0 bis 25 cm*: Dunkler Oberboden mit organischer Substanz25 bis 100/130 cm: Rostbrauner, gut durchwurzelbarer Unterbodenab 100/130 cm: Kalkhaltiges Moränenmaterial* Auf dem Bild ist der Oberboden ungewöhnliche 35 Zentimeter mächtig, weil dieser beim Kartoffelanbau zu kleinen Erddämmen aufgeschüttet wurde.
Ort: Wald, Zimmerwald BE, 895 m ü. M.Bodentyp: Braunerde0 bis 25 cm*: Dunkler Oberboden mit organischer Substanz25 bis 100/130 cm: Rostbrauner, gut durchwurzelbarer Unterbodenab 100/130 cm: Kalkhaltiges Moränenmaterial* Auf dem Bild ist der Oberboden ungewöhnliche 35 Zentimeter mächtig, weil dieser beim Kartoffelanbau zu kleinen Erddämmen aufgeschüttet wurde.
Gabriela Brändle, Urs Zihlmann (Agroscope), Andrea
Ort: Saanen, Alp Vorder Eggli, BE, 1650 m ü. M.Bodentyp: Saure Braunerde0 bis 25 cm: Humoser Oberboden, Humusanteil nimmt nach unten ab25 cm: Kaum sichtbare Schicht aus Holzkohleteilchen25 bis 85 cm: Rostig-brauner Unterboden mit vereinzelten gebleichten Stellenab 85 cm: Abfolge von verfalteten, kaum verwitterten Schiefern (Flysch)
Ort: Saanen, Alp Vorder Eggli, BE, 1650 m ü. M.Bodentyp: Saure Braunerde0 bis 25 cm: Humoser Oberboden, Humusanteil nimmt nach unten ab25 cm: Kaum sichtbare Schicht aus Holzkohleteilchen25 bis 85 cm: Rostig-brauner Unterboden mit vereinzelten gebleichten Stellenab 85 cm: Abfolge von verfalteten, kaum verwitterten Schiefern (Flysch)
Gabriela Brändle, Urs Zihlmann (Agroscope), Andrea
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Nicht nur die Rüebli, Salate, Zwiebeln, Tomaten und Kabisköpfe, die in der BEA-Halle 673, zu farbigen Ornamenten drapiert, die Besucherinnen und Besucher erfreuen, stammen aus dem Grossen Moos. Im bernischen und freiburgischen Seeland wird auf beinahe 2500 Hektaren rund ein Viertel des einheimischen Gemüses angebaut. Möglich gemacht haben dies die beiden Juragewässerkorrektionen im 19. und 20. Jahrhundert. Erst durch die Absenkung der Seespiegel und die Entwässerung der Sumpfgebiete wurde aus der einst Malaria-verseuchten Region die Gemüsekammer der Schweiz.

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