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Urteil im Langenthaler Mordfall überrascht Strafrechtsprofessor

Der Staat lade sich mit der Verwahrung des Mörders eine grosse Verantwortung auf, sagt Jonas Weber.

Die Zelle eines verwahrten Straftäters im Massnahmenzentrum St. Johannsen.
Die Zelle eines verwahrten Straftäters im Massnahmenzentrum St. Johannsen.
Manu Friederich

Wie kann der Staat die Gesellschaft vor gefährlichen Tätern schützen, ohne das Prinzip der Verhältnismässigkeit zu verletzen? Diese Frage muss ein Gericht jedes Mal beantworten, wenn es wieder einen Mord, eine Vergewaltigung oder ein anderes Verbrechen beurteilt.

Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau hat mit seiner Antwort am Donnerstag viele überrascht. 18 Jahre Freiheitsstrafe, eine ambulante Therapie und danach Verwahrung – so lautet sein Urteil im Fall des jungen Mannes, der im März 2012 bei der Turnhalle Hard in Langenthal eine Escortdame umgebracht hat.

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