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Über Glauser reden – ohne viel zu sagen

Christoph Blocher sprach gestern in Münsingen über «drei Persönlichkeiten aus dem Aaretal»: Magdalena Nägeli, Christoph von Graffenried und Friedrich Glauser. Spätestens an dem scheiterte er.

Christoph Blocher referiert in Münsingen – und wirkt dabei mehr onkelhaft als väterlich.
Christoph Blocher referiert in Münsingen – und wirkt dabei mehr onkelhaft als väterlich.
Tobias Anliker

Die lokale Sektion der SVP lud ein, gut 300 Leute kamen, die Stimmung war heiter. Der Schlossgutsaal war voll, überlief aber nicht. Köpferecken, als Christoph Blocher schon fast auf der Bühne stand, so klein ist der Mann. Doch er soll ein grosser Redner sein. Wen hat man vor sich? Einen, der unter der Woche in vier verschiedenen Schweizer Sälen aufgetreten ist und über Politik gesprochen hat, einen Fleissigen also, und daher kommt wohl der zufriedene Eindruck, den er macht. Er wirkt mehr onkelhaft als väterlich, die Gestik geht von unten nach oben, als hole er seine Sätze direkt aus dem Bauch heraus, ansonsten stützt er sich, wie von irgendeiner Last beschwert, auf das Rednerpult. Lässt er seine Hände frei, sieht es aus, als würde er sie durch eine laue Suppe ziehen.

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