«Schludriger» Antrag zu den Fahrenden

Der Regierungsrat erhält scharfe Kritik für die Vorlage zum Bau neuer Plätze für Fahrende.

In Erlach sollen auch Halteplätze wie in Thun-Allmendigen entstehen. (Archiv)

In Erlach sollen auch Halteplätze wie in Thun-Allmendigen entstehen. (Archiv)

(Bild: Keystone)

Adrian Schmid@adschmid

Der Grosse Rat hat am Donnerstag die Debatte zum Bau neuer Plätze für Fahrende begonnen. Dabei übte der Seeländer BDP-Grossrat Jakob Etter scharfe Kritik an der Vorlage des Regierungsrats: Einen solch «schludrigen Antrag» habe er noch selten gesehen, sagte er.

Etter hatte im Vorfeld Nachforschungen zum geplanten Halteplatz für Fahrende aus der Schweiz in Erlach angestellt. Weil bei der Gemeinde niemand Auskunft geben konnte, wandte er sich ans kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR).

Diese habe ihm mitgeteilt, die Kosten für die Planung und Erstellung bestünden «auf Annahmen». Von einer Rückweisung der Vorlage sieht Etter ab, er will das Geschäft nicht verzögern. Er verlangt jedoch, dass die Regierung dem Grossen Rat jährlich über den Stand der Umsetzung informieren soll.

Entscheide zu den Halteplätzen für Fahrende sind noch keine gefallen. Der Grosse Rat wird die Debatte am Montagnachmittag fortführen.

Der Bund

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