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«Schlitzer»-Inserat der SVP führt zu Kirchenknatsch in Seedorf

Alt-GFL-Grossrätin Barbara von Escher tritt aus der Kirche aus. Grund ist SVP-Kaderfrau Silvia Bär, die Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Seedorf ist.

Ein Inserat gibt zu reden: Inserat der SVP zur Masseneinwanderungsinitiative mit dem Slogan «Kosovaren schlitzen Schweizer auf».
Ein Inserat gibt zu reden: Inserat der SVP zur Masseneinwanderungsinitiative mit dem Slogan «Kosovaren schlitzen Schweizer auf».
zvg/Archiv

Barbara von Escher aus Seedorf hat genug. «Einer religiösen Gemeinschaft, deren Exekutive von einer wegen Rassismus angeklagten Person geleitet wird, will ich nicht angehören», heisst es in ­ihrem Kirchenaustrittsschreiben, das dem «Bund» vorliegt. Von Escher nimmt damit Silvia Bär ins Visier, die nicht nur Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Seedorf ist, sondern auch stellvertretende Generalsekretärin der SVP Schweiz. Bär muss sich Ende April, zusammen mit SVP-Generalsekretär Martin Baltisser, vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland wegen mehrfacher Rassendiskriminierung verantworten. Hintergrund ist das SVP-Inserat «Kosovaren schlitzen Schweizer auf», das Teil der Kampagne für die Masseneinwanderungs-Initiative war. Die Staatsanwaltschaft verlangt für beide Kaderleute bedingte Geldstrafen.

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