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Ruag-Kokainfund sorgte in Chile bereits für Schlagzeilen

Während der Kokainfund bei der Ruag in der Schweiz erst bekannt worden ist, befasste sich in Chile bereits der Verteidigungsminister damit.

38 Kilo Kokain wurde in einer Ladung Motoren bei der Ruag entdeckt.
38 Kilo Kokain wurde in einer Ladung Motoren bei der Ruag entdeckt.
Symbolbild, Keystone

Während sich die Schweizer Behörden in dieser Sache nicht allzu auskunftsfreudig gaben, wurde damals in Chile den internationalen Medien Auskunft von prominenter Seite erteilt: Der chilenische Verteidigungsminister Jose Antonio Gomez bestätigte im Dezember 2015 den Fund einer Kokainladung in der Schweiz, ohne jedoch Angaben zur Menge zu machen.

Die Berner Staatsanwaltschaft erläuterte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda den Umstand, dass bisher von offizieller Seite nicht über den Fund kommuniziert worden war. «Es bestand rechtlich gesehen keine Pflicht dazu, da kein öffentliches Interesse gegeben war», sagte der Sprecher Christof Scheurer.

Nach dem Fund seien Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen worden. Da die Täter nicht identifiziert werden konnten, sei das Verfahren im Juni 2016 auf Eis gelegt worden. «Wir haben das Verfahren sistiert.» Auch über den Empfänger sei nichts bekannt.

Falls neue, wesentliche Erkenntnisse auftauchten, etwa von chilenischer Seite, könne das Verfahren erneut aufgerollt werden. Die Staatsanwaltschaft werde erst aktiv kommunizieren, wenn das Verfahren abgeschlossen sei.

SDA/gbl

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