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Regierungsrat befürwortet Kompromiss

Der Regierungsrat stellt sich im Streit um die künftigen Standorte der Berner Fachhochschulen (BFH) hinter eine Kompromisslösung.

Im Streit um die künftigen Standorte der Berner Fachhochschule stellt sich der Regierungsrat hinter eine Kompromisslösung.Im Bild: Die Fachhochschule in Burgdorf.
Im Streit um die künftigen Standorte der Berner Fachhochschule stellt sich der Regierungsrat hinter eine Kompromisslösung.Im Bild: Die Fachhochschule in Burgdorf.
Valérie Chételat

Im Streit um die künftigen Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) stellt sich der Regierungsrat hinter eine Kompromisslösung. Die Stadt Bern soll BFH-Standort bleiben und einen Campus im Weyermannshaus erstellen, Burgdorf soll die technische Fachschule, die sogenannte «Lädere», erhalten.

In Burgdorf soll zudem ein neues, gemeinsames Bildungszentrum der Berner Fachhochschule und der technischen Fachschule entstehen, ein sogenanntes TecLab. In dieser Einrichtung sollen die beiden Institutionen unter anderem im Cleantech-Bereich bei der Weiterbildung und beim Wissenstransfer zusammenarbeiten.

Im Berner Weyermannshaus sollen die Departemente Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit und die Hochschule für Künste zusammengeführt werden.

Kompromiss zeichnete sich ab

Die Lösung mit dem Campus in Bern und dem Umzug der «Lädere» nach Burgdorf überzeuge bildungs- und regionalpolitisch am meisten, schreibt die Berner Kantonsregierung in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die vom Regierungsrat favorisierte Lösung begann sich schon vor einigen Wochen abzuzeichnen. Eine vorberatende Begleitgruppe hatte sich Anfang November dafür ausgesprochen.

Das Berner Kantonsparlament wird sich im kommenden März mit dem Bericht der Regierung zu den BFH-Standorten befassen und einen Grundsatzentscheid fällen.

Die Berner Fachhochschule ist derzeit auf rund zwei Dutzend Gebäude in Bern, Biel und Burgdorf verteilt. Vor drei Jahren beschloss der bernische Grosse Rat, in Biel einen neuen Campus zu bauen und die bisherigen Burgdorfer Standorte nach Biel zu verlegen. Seither streiten sich Bern und Burgdorf darum, wer die übrigen Departemente erhält.

Traditionsreiche Institutionen

In Bern und Burgdorf scheint die Kompromisslösung Anklang zu finden. Der BFH-Campus in Bern an einem uni- und zentrumsnahen Standort sei sinnvoll, betonte Anfang November der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

Seine Burgdorfer Amtskollegin, Elisabeth Zäch, sagte damals, der Kompromiss habe auch seine Vorteile. So könne die langjährige «Tech«-Tradition von Burgdorf gestärkt werden. Generationen von Ingenieuren und Architekten haben ihre Ausbildungsjahre am damaligen Burgdorfer Technikum verbracht. Die «Techniker» waren fester Bestandteil des Burgdorfer Stadtlebens.

Eine altehrwürdige Institution ist auch die Berner «Lädere», die heutige technische Fachschule. Seit 126 Jahren engagiert sich die Institution in der beruflichen Grundbildung und in der Weiterbildung.

Gegründet wurden die Lehrwerkstätten Bern 1888 mit einer Schreiner- und einer Schuhmacherklasse. Von letzterer blieb der Übernahme «Lädere» bis heute erhalten.

(SDA)

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