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Oberirdische Asylunterkunft im Oberland

Der Kanton Bern eröffnet in den nächsten Wochen in Aeschi im Berner Oberland eine Asylunterkunft mit rund 100 Plätzen.

Die Stiftung Blaukreuzheim Aeschiried stellt dem Kanton hierfür einen Grossteil des Ferienzentrums Aeschiried zur Verfügung.
Die Stiftung Blaukreuzheim Aeschiried stellt dem Kanton hierfür einen Grossteil des Ferienzentrums Aeschiried zur Verfügung.
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Eine Stiftung stellt dem Kanton hierfür einen Grossteil des Ferienzentrums Aeschiried zur Verfügung.

Für den Betrieb befindet sich der Migrationsdienst in Abklärungen mit den zuständigen Asylsozialhilfestellen, wie die bernische Polizei- und Militärdirektion am Freitag mitteilte. Die zuständigen Behörden werden zusammen mit der zukünftigen Asylsozialhilfestelle die Auflagen für den Betrieb definieren.

Die Gebäudeeigentümerin, die Stiftung Blaukreuzheim Aeschiried, habe die Anwohner bereits mit einem persönlichen Schreiben über die Umnutzung des Ferienzentrums informiert, heisst es in der Mitteilung. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ein Informationsanlass für die gesamte Bevölkerung stattfinden.

«Vor vollendete Tatsachen gestellt»

Der Gemeinderat von Aeschi hat in dieser Angelegenheit nicht viel zu sagen, weil das Ferienzentrum einer Stiftung gehört. «Wir sind vor vollendete Tatsachen gestellt worden», sagte Brigitte Berger, Gemeinderätin von Aeschi, auf Anfrage. Der Gemeinderat sei kurz vor den Anwohnern orientiert worden.

Für den Gemeinderat sei es nun wichtig, Einfluss auf die Spielregeln nehmen zu können, vor allem auf die Auflagen bezüglich der Sicherheit. Ausserdem brauche es rund um die Uhr Ansprechpersonen, sagte Berger. Die Gemeinde Aeschi zählt gut 2000 Einwohner.

«Für das Ferienzentrum hätten wir uns schon etwas anderes gewünscht», sagte die Gemeinderätin weiter. Denn in Aeschi gebe es zum Beispiel nur wenige Hotels.

Die Eigentümerin des Ferienzentrums habe aber an der Orientierung versichert, bei der Asylunterkunft handle es sich um eine Zwischenlösung. In absehbarer Zeit sollen dann wieder Hotelgäste im Ferienzentrum beherbergt werden.

Suche nach Unterkünften

Die bernische Polizei- und Militärdirektion teilte weiter mit, der Migrationsdienst des Kantons Bern sei angesichts der stetig steigenden Asylgesuchszahlen auf neue Unterkünfte angewiesen . Man suche deshalb laufend nach oberirdischen Unterbringungsmöglichkeiten.

Erst am Vortag war bekannt geworden, dass der Kanton Ende Oktober im derzeit leer stehenden Schulhaus von Schafhausen im Emmental eine Asylunterkunft eröffnen kann. Die Gemeinde Hasle bei Burgdorf stellt ihm dieses Gebäude, das 150 Asylsuchende aufnehmen kann, zur Verfügung.

(SDA)

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