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Nazi-Symbole in Köniz

In Niederscherli und Mittelhäusern sind in den letzten Monaten rechtsradikale Symbole aufgetaucht.

Die ländliche Idylle trügt. Das erste Hakenkreuz tauchte beim Schulhaus Niederscherli im Schnee auf.
Die ländliche Idylle trügt. Das erste Hakenkreuz tauchte beim Schulhaus Niederscherli im Schnee auf.
Urs Baumann

Nicht nur im Süden Frankreichs, auch in der Agglomeration Bern tauchen vermehrt rechtsradikale Symbole auf, wie der «Sonntags Blick» berichtet. Im Dezember wurden auf dem Sportplatz in Niederscherli ein grosses Hakenkreuz und die Zahl 88 in den Schnee getreten. Die Zahl ist ein getarnter Hitlergruss von Neonazis. Im Januar tauchten in Mittelhäusern Hakenkreuze auf. Der Schweinestall eines Bauern und das Auto eines Anwohners wurden damit beschmiert.

Die Täter von Niederscherli sind unterdessen bekannt. Es waren Schüler. Der Schulleiter Sam Meyer glaubt nicht an einen rechtsradikalen Hintergrund der Schüler. Allerdings berichtet er von auch konkreten rassistischen Äusserungen gegenüber einem dunkelhäutigen Schüler.

Der Berner Rapper Thierry Gnahoré alias Nativ berichtet dem «Blick» von rassistischen Erfahrungen, die er während seiner Schulzeit in Niederscherli machte. Sie seien jedoch nicht so extrem gewesen wie heute. Die Entwicklung mit den Hakenkreuzen sei «krass». Ebenso, dass auf einem Balkon in Niederscherli eine Konföderierten-Fahne weht, die mit dem Ku-Klux-Klan in Verbindung gebracht wird.

In Mittelhäusern ermittelt die Polizei noch. Unweit vom Stall entdeckte sie zudem ein eingekreistes A, das für Anarchie steht. Das lässt die Frage entstehen, ob hinter dem Hakenkreuzen am Schweinestall allenfalls Linksradikale stehen, die den Bauer als Rassisten diffamieren wollten. Dieser versteht sich jedoch als sehr liberales SVP-Mitglied.

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