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Nach einer halben Stunde war in Thun schon Schluss mit «Sugar»

Wegen Starkregen musste die Vorpremiere der Thunerseespiele am Dienstag abgebrochen werden.

Im Wetterpech: In Thun mussten die Veranstalter der Thunerseespiele die Vorpremiere des Musicals «Sugar - manche mögen's heiss» abbrechen.
Im Wetterpech: In Thun mussten die Veranstalter der Thunerseespiele die Vorpremiere des Musicals «Sugar - manche mögen's heiss» abbrechen.
Lukas Lehmann, Keystone
Die Schauspieler versuchten den starken Regen ins Spiel zu integrieren, verlassen dann aber doch die Bühne.
Die Schauspieler versuchten den starken Regen ins Spiel zu integrieren, verlassen dann aber doch die Bühne.
Lukas Lehmann, Keystone
Ungemütlich: Die Zuschauer verliessen wegen des strömenden Regens fluchtartig das Gelände.
Ungemütlich: Die Zuschauer verliessen wegen des strömenden Regens fluchtartig das Gelände.
Lukas Lehmann, Keystone
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Die offizielle Premiere vom Mittwoch soll stattfinden, wie die Organisatoren am Mittwochmittag mitteilten. Auf dem Roten Teppich werden unter anderen Alt-Bundesrat Adolf Ogi, Extremsportlerin Evelyne Binsack, Fussballer Andy Egli, Comedian Michael Elsener und TV-Moderator Marco Fritsche erwartet.

Warme und wasserdichte Kleidung wurde empfohlen, denn die Wetterprognose lautete nicht eben prickelnd: Die Meteorologen sagen in Thun bis und mit Donnerstag Dauerregen voraus, erst ab Freitag gibt es wieder trockene Abendstunden. Über die Durchführung der Vorstellungen wird jeweils ab 13 Uhr auf der Homepage der Thunerseespiele informiert.

Die Enttäuschung am Dienstag nach dem Vorstellungsabbruch war gross. Dies zumal lange nicht alle Besucher das Erlebnis werden nachholen können. Die Veranstalter offerieren, dass man Karten für die Vorpremiere im Monat Juli jeweils an der Abendkasse gegen Restkarten eintauschen kann. Allerdings nur «solange Vorrat. Keine vorgängige Reservation möglich».

Die letzte Szene vor dem Abbruch war noch frenetisch bejubelt worden, weil das Ensemble so tapfer triefend im strömenden Regen zu «Schönheit, die Männer umwirft» sang und tanzte. Danach hiess es zunächst «zehn Minuten Unterbruch, bitte sitzenbleiben», danach die Aufforderung, doch im Restaurant zu warten, in 20 Minuten gehe es weiter, und schliesslich die endgültige Stornierung, die Regenfront sei zu breit.

Hohe Aare - unter Schadengrenze

Die heftigen Regenfälle vom Dienstagabend liessen im Kanton Bern auch etliche Flüsse und Bäche anschwellen. So beförderte die Aare in Bern-Schönau am frühen Mittwochmorgen bis zu 340 Kubikmeter Wasser pro Sekunde - den sechsthöchsten Wert in diesem Jahr gemäss Daten des Bundesamts für Umwelt. Am Mittwochnachmittag führte sie jedoch schon schon wieder weniger Wasser. Nur noch rund 300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde wurden um 16 Uhr gemeldet.

Dieser Wert liegt aber noch deutlich unter der Schadengrenze. In diesem Jahr führte die Aare in Bern auch schon 390 Kubikmeter Wasser.

Schäden gab es hingegen durchaus da und dort: Die Kantonspolizei erhielt zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen 20 Schadenmeldungen aus dem Kanton Bern. Mit zwölf kamen am meisten aus dem Raum Emmental-Oberaargau, wie Mediensprecherin Ramona Mock auf Anfrage sagte. Es handelte sich hauptsächlich um Wassereinbrüche in Keller.

121 Liter pro Quadratmeter

Wie schon am Vortag meldete der Wetterdienst Meteonews, dass in Mülchi (Gemeinde Fraubrunnen) schweizweit am meisten Regen gefallen sei. Zwischen Montagmittag und Mittwochmorgen waren es 121 Liter pro Quadratmeter.

Fraubrunnens Gemeinderatspräsident Urs Schär sagte aber nach Rücksprache mit einem im Mülchi wohnhaften Gemeinderat auf Anfrage, Schäden seien ihm nicht bekannt. Die Feuerwehr und der Werkhof hätten nicht ausrücken müssen.

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