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Luchsmutter fällt Wilderer zum Opfer

Ein Luchsweibchen wurde anfangs Winter tot im Thunersee gefunden. Es wurde erschossen. Den Täter zu finden, ist schwierig.

Da lebte sie noch: Die Luchsmutter mit ihren Kindern.
Da lebte sie noch: Die Luchsmutter mit ihren Kindern.
Fachstelle Kora

In der Region Bern wurden im vergangen Jahr 21 Luchse gezählt. Einer davon wird in der Zählung für dieses Jahr fehlen. Anfangs Winter wurde eine Luchsmutter mit einer grossen Schusswunde im Bauch aufgefunden. Ihre Leiche trieb am Ufer des Thunersees. «Wir haben das Tier anhand des Fellmusters identifizieren können», sagt Wildtierbiologe Florin Kunz von der Fachstelle Kora gegenüber der «Bernerzeitung». Das Tier sei von einem Wilderer erschossen worden.

Wilderei ist im Kanton Bern kein neues Phänomen. Doch die Methoden des illegalen Jagens haben sich verändert. «Wilderer verfügen heute über Nachtsichtgeräte und Schalldämpfer und sind über Smartphones gut vernetzt», sagt Jagdinspektor Niklaus Blatter. Wie viel Mal Wilderer im letzten Jahr im Kanton Bern zugeschlagen haben, kann er nicht sagen. «Wilderer agieren im Verborgenen. Wir hegen manchmal Verdacht, doch über Zahlen lässt sich nur spekulieren.»

Auch die Motive der Wilderei hätten sich geändert, sagt Blatter. «Früher ging es darum, Fleisch auf dem Tisch zu haben, den Hunger zu stillen.» Das sei heute kein Argument mehr. Von was die heutigen Wilderer angetrieben werden, kann er jedoch nicht sagen. «Die gefassten Personen teilen uns ihre Motive nicht immer mit.»

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