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Landschaftsschutz ärgert sich über Schilthorn-Förderband

Der Landschaftsschutz Schweiz hat gegen das illegale Förderband auf dem Schilthorn Einsprache erhoben. Er bezeichnet es als «Verunstaltung der Landschaft».

Louis Bär
Der Landschaftsschutz erhebt gegen das Schilthorn-Förderband Einsprache.
Der Landschaftsschutz erhebt gegen das Schilthorn-Förderband Einsprache.
Franziska Rothenbühler

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) hat gegen das Baugesuch der Förderanlage auf dem Schilthorn Einsprache erhoben. Dies hat die Stiftung am Dienstagmorgen in einer Medienmitteilung geschrieben. Die SL erachtet die Förderanlage, die Besucher vom Thrill Walk zur Station Birg zurück bringt als, unverhältnismässigen Eingriff in die Landschaft. Zudem sei das im Sommer unnütze Förderband architektonisch und von der Wahl des Materials eine «optische Verunstaltung der Landschaft».

Laut der SL sei der Thrill walk für «Turnschuhtouristen», die eben dieses Förderband benutzen, nicht gedacht. Jeder Benutzer dieses Steges habe die Möglichkeit, sich vorher zu erkunden welche Anforderungen dafür stehen. Dazu gehöre eben auch genug gutes Schuhwerk und eine gewisse körperliche Fitness. «Der Rückbau des Förderbandes ist unverzüglich anzuordnen», wird SL-Geschäftsführer Raimund Rodewald in der Mitteilung zitiert. «Planungsfehler bei dem derzeit boomenden Bau von Erlebniseinrichtungen dürfen nicht einfach nachträglich zu neuen baulichen Belastungen führen.» Die Präjudizwirkung des vorliegenden Falles für den Tourismus sei daher erheblich. «Daher fordert die SL eine Abweisung des Baugesuchs.»

Das Förderband wurde gebaut um Fussgänger und Skifahrer zu transportieren. Es bringt einem vom Ende des sogenannten Thrill walk zu der Bergbahnstation Birg. Doch das Band ausserhalb der Bauzone liegt, ist das Ganze illegal und hat der Schilthornbahn bis jetzt, gemäss eigenen Angaben eine Busse von 2300 Franken eingebracht. Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn AG rechtfertigte sich vergangene Woche gegenüber dem «Bund»: «Wir dachten, das Förderband sei nicht bewilligungspflichtig.» Solche Förderbänder müssen tatsächlich meistens auch gar nicht bewilligt werden, doch am Kopf des Förderbands wurde ein einen Meter tiefen Schacht zubetoniert, der den mittransportierten Schnee auffangen und schmelzen soll. Zumindest diesen Schacht wird die Schilthornbahn im Sommer nicht entfernen. Und damit bräuchte sie eine Bewilligung. Die Schilthornbahn reichte das Baugesuch erst ein, als die Behörden den Fall schon untersuchten.

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