Kreisel statt Unterführung in Kehrsatz

Die alte Unterführung in Kehrsatz ist aufgefüllt. Nun dreht sich darüber der Verkehr im Kreis.

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Die Neugestaltung am nördlichen Ortseingang von Kehrsatz nimmt Gestalt an. Mit dem neuen Verkehrskreisel ist eine erste, wichtige Etappe gemeistert. Das Bauwerk wurde Ende Jahr, wie geplant, fertiggestellt.

Der Kreisel bildet den Ausgangspunkt für die Erschliessung eines geplanten, neuen Quartiers im oberen Breitacker. Sobald im Frühjahr die Temperaturen wieder ansteigen, werden die Flächen am Rand des Kreisels fertiggestellt und begrünt, wie der Kanton und die Burgergemeinde Bern sowie die Gemeinde Kehrsatz am Mittwoch mitteilten.

Neue Tempolimiten

Neben dem Bau des Kreisels wurden weitere Verkehrsmassnahmen umgesetzt. So gilt seit Dezember 2016 auf der Umfahrungsstrasse Kehrsatz-Belp Tempo 80, im Bereich des Kreisels, Tempo 50 und ab dem Kreisel bis Wabern Tempo 60. Ausserdem wurde die Busspur über den Kreisel hinweg verlängert, was für bessere Pünktlichkeit sorgen soll.

Für Velofahrende führt der Weg Richtung Kehrsatz Zentrum entweder durch den Kreisel oder neu in Form von Velostreifen parallel den Fussgängerstreifen entlang und über den ebenfalls neu ausgebauten Fuss- und Radweg Richtung S-Bahnstation Kehrsatz Nord.

Deckbelag folgt im Frühling

Im Breitacker wird in Zukunft ein neues Quartier entstehen. Die Detailerschliessung mit Strassen und Leitungen konnte gleichzeitig mit den Arbeiten rund um die Kantonsstrasse Ende Dezember abgeschlossen werden. Der Deckbelag wird im kommenden Frühling eingebaut.

Im Mai 2017 wird eine Tankstelle mit Shop eröffnet und ein Einkaufsmarkt wird voraussichtlich im Herbst seine Tore öffnen. Die Gemeinde Kehrsatz wird nachfolgend den Bahnhofvorplatz bei der S-Bahnstation Kehrsatz Nord neu gestalten.

In den Jahren 2019/20 will die Burgergemeinde Bern eine Wohnüberbauung mit einem kleineren Anteil an Gewerbeflächen realisieren.

Uralter Siedlungsplatz

Bereits seit Sommer 2015 sind Archäologen daran, die Gegend zu untersuchen. Dieses diente seit dem 4. Jahrtausend vor Christus als Siedlungsplatz. Bronzezeitliche, keltische und römische Funde zeigen von einer reichen Geschichte.

Die Geländeterrasse am Fuss des Gurtens war in der Antike ebenso wie heute einen beliebte Wohnlage. Im Herbst 2016 bot sich den Archäologen die seltene Chance, ein Dorf aus der Mittelbronzezeit in seiner ganzen Ausdehnung zu untersuchen.

Die Untersuchungen der Archäologen werden Ende 2018 abgeschlossen.

db/SDA

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