Köniz sucht neuen Wirt für das Park-Bistro

Die Gemeinde Köniz hat das Bistro im Liebefeld-Park ausgeschrieben. Ob sich die derzeitigen Wirte auch bewerben werden, haben sie noch nicht entschieden.

Die Gemeinde Köniz sucht neue Mieter für das Park-Bistro.

Die Gemeinde Köniz sucht neue Mieter für das Park-Bistro. Bild: Adrian Moser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Seit fünf Jahren gehört das Bistro im Könizer Liebefeld-Park in der warmen Jahreszeit zu einem der beliebtesten Treffpunkte der Könizerinnen und Könizer. Mittlerweile pilgern auch Bernerinnen, Kehrsatzer oder gar Worberinnen an das Ufer des Parkweihers, um hier einen kleinen Snack oder ein Feierabendbier zu geniessen.

Dies sollen sie auch künftig tun können: Seit kurzem ist die Gemeinde auf der Suche nach einem Mieter, der die Gastronomiefläche im Park in den nächsten fünf Jahren bewirtschaften will. Während der letzten fünf Jahre hatte Daniel Bäumlin, der ehemalige Betreiber der Wohlei-Beiz in Wohlen, das Bistro gepachtet. Während vier der sechs Saisons hatten Bäumlins Sohn David und Sandro Massini, die auch den Bären in Meikirch führen, das Bistro betrieben.

Viele Anfragen von Könizern

Ist die Gemeinde mit den beiden etwa nicht mehr zufrieden? «Doch, natürlich», sagt die zuständige Gemeinderätin Rita Haudenschild (Grüne) auf Anfrage. Die beiden hätten ihre Sache einmal mehr sehr gut gemacht. «Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung waren durchwegs positiv.» Dass es zu einer Ausschreibung komme, habe andere Gründe. Für den Gemeinderat sei schon vor der Eröffnung des Liebefeld-Parks im Jahr 2009 klar gewesen, dass es im Park auch eine Verpflegungsmöglichkeit geben müsse, sagt Haudenschild. Da der Bau einer permanenten Einrichtung aber erst für die zweite Etappe des Park-Ausbaus vorgesehen gewesen wäre, wollte man so lange auf einen provisorischen Betrieb setzen. Als sich dann Daniel Bäumlin vor über fünf Jahren mit einer konkreten Idee bei der Gemeinde meldete, sei der Gemeinderat gerne auf das Angebot eingestiegen.

Inzwischen habe sich die Ausgangslage ein wenig geändert, sagt Haudenschild: Die zweite Etappe sei aufgrund fehlender Finanzen zurückgestellt worden. Eine permanente Einrichtung wird es vorerst also nicht geben. Allerdings sei der Gemeinderat bereit, eine etwas wetterfestere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Er nehme diese Änderung nun zum Anlass, den «Wettbewerb spielen zu lassen». Dies nicht zuletzt, weil auch von Könizer Gastronomen immer wieder Anfragen gekommen seien. Etliche hätten sich beschwert, dass sie das Bistro gerne übernehmen würden, aber gar keine Möglichkeit erhielten, sich zu melden. «Nun sollen sich alle Interessierten bewerben können.» Den bisherigen Betreibern David Bäumlin und Samuel Massini hat die Gemeinde die Ausschreibungsunterlagen bereits zukommen lassen. Ob sie sich allerdings bewerben werden, ist noch offen. «Wir haben noch nicht entschieden, was wir machen werden», sagt Massini auf Anfrage.

Kleines Budget für den Park

Die künftigen Wirte werden der Gemeinde erstmals Miete bezahlen müssen. Bisher mussten sie lediglich für Strom- und Abwasserkosten aufkommen. Haudenschild geht von einem Betrag von rund 10'000 Franken pro Saison aus.

Insgesamt stehen der Gemeinde Köniz für den Park pro Jahr rund 120'000 Franken zur Verfügung. Der grösste Teil, gut 100'000 Franken, würden in Sicherheit und Unterhalt investiert. Der Rest könne für sonstige Projekte ausgegeben werden. Erst diesen Sommer wurde im südlichen Teil des Parks ein weiterer Spielplatz eröffnet. (Der Bund)

Erstellt: 26.10.2015, 08:26 Uhr

Artikel zum Thema

Bistro im Liebefeldpark: Die Neuen sind die Alten

Der Beizen-Sommer hat begonnen – auch im Liebefeld Park. Die Betreiber sind die gleichen, die das Bistro bereits 2010 führten. Mehr...

Kubb, Cüpli und ein Fest im Liebefeld-Park

Morgen wird im Rahmen eines Quartierfestes das Bistro im Park eröffnet. Mehr...

Keiner sträubt sich gegen Bistro im Park

Das Bistro im Könizer Liebefeldpark kann zum festen Betrieb werden: Bis gestern sind keine Einsprachen gegen das Projekt eingegangen. Mehr...

Werbung

Immobilien

Kommentare

Die Welt in Bildern

Polizei in Rosa: Demonstranten bewarfen die Ordnungshüter in Nantes (Frankreich) mit Farbe. (16. November 2017)
(Bild: Stephane Mahe) Mehr...