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Köniz kauft Ritterhaus für Musikschule

Das Könizer Lokalparlament beschloss am Montag einstimmig, die oberen zwei Stockwerke des Ritterhauses zu erwerben und der Musikschule zur Verfügung zu stellen.

Die oberen zwei Stockwerke des Ritterhauses im Schloss Köniz werden zukünftig der Musikschule zur Verfügung gestellt.
Die oberen zwei Stockwerke des Ritterhauses im Schloss Köniz werden zukünftig der Musikschule zur Verfügung gestellt.
Adrian Moser

Nein, nur eine Gruppe Dilettanten aus der Agglomaration sind sie nicht, die Schüler und Schülerinnen der Könizer Musikschule. Wenn das Berner Stadttheater dieser Tage Wagners Oper «Tannhäuser» in seiner epischen Länge von 4,5 Stunden spielt, stellen die Könizer gleich alle vier Edelknaben.

Dies ist nur das jüngste Beispiel, das Bedeutung, Grösse und Facettenreichtum einer Schule aufzeigt, die jedoch in Köniz noch immer keine definitive Zentrale hat. Seit Jahren zieht deren Hauptsitz von Abbruchobjekt zu Abbruchobjekt. Zurzeit ist die Musikschule in einem Haus, das dereinst der Überbauung Rappentöri weichen soll.

Doch dies soll sich schon bald ändern. Gar einstimmig beschloss das Lokalparlament am Montag, der Musikschule mit dem Ritterhaus auf dem Könizer Schlossareal ein historisch bedeutendes Zuhause zu kaufen. Für knapp eine Million Franken erwirbt die Gemeinde die oberen zwei Stockwerke des Gebäudes von der Kirchgemeinde.

Die Musikschule Köniz ist mit ihren mehr als 1300 Schülern in der Gemeinde breit verankert. Wie breit, dass zeigt der Umstand, dass sich auch die sonst eher ausgabenkritische SVP Geld für den Kauf sprach – trotz klammer Gemeindefinanzen. «Das Ja von der SVP kommt jedoch ohne Begeisterung», sagte Lokalparlamentarier Reto Zbinden.

Er habe Angst vor den auf die Gemeinde zukommenden Kosten. Wohl nicht zu unrecht. Für ungefähr 2,5 Millionen Franken muss das Gebäude noch saniert werden, bis es von der Musikschule genutzt werden kann.

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