Kanton winkt mit Geld für Grossbern

Regierungsrätin Evi Allemann unterstützt die Annäherung von Bern und Ostermundigen. Mindestens eine weitere Gemeinde ist interessiert.

In Bern freut man sich über den Entscheid Ostermundigens: der Grenzstein zwischen den Gemeinden Bern und Ostermundigen.

In Bern freut man sich über den Entscheid Ostermundigens: der Grenzstein zwischen den Gemeinden Bern und Ostermundigen. Bild: Franziska Rothenbühler

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Eine Stadt Bern mit 240'000 Einwohnern und damit nach Zürich die zweitgrösste Stadt der Schweiz: Das ist die Vision des Vereins «Bern neu Gründen» für ein Grossbern, bestehend aus der heutigen Stadt und elf angrenzenden Gemeinden. Nun wird mit dem Entscheid Ostermundigens, ein Zusammengehen mit der Hauptstadt vertieft zu prüfen, zumindest die Fusion Berns mit einer Agglomerationsgemeinde ernsthaft geprüft. «Ich bin sehr erfreut über die Signale aus Ostermundigen», sagt die kantonale Gemeindedirektorin Evi Allemann (SP).

Bern und Ostermundigen könnten bei einer Fusion auf die beratende und finanzielle Unterstützung des Kantons zählen. Möglich wäre gar, das die Stadt mit einem sogenannten Zentrumsbonus belohnt wird, wenn sie bereit ist, das finanzschwache Ostermundigen aufzunehmen. Die Einführung eines solchen Bonus könnte Teil einer Intensivierung der kantonalen Fusionsförderung werden, über die das Kantonsparlament 2019 beraten wird.

Rauchzeichen aus Frauenkappelen

Allemann hofft, dass durch den Entscheid Ostermundigens «eine Dynamik» in Richtung eines noch grösseren Zusammenschlusses entsteht. «Ein grösseres Bern würde den ganzen Kanton stärken.» Bern drohe als Hauptstadtregion zwischen den Polen Zürich, Basel und dem Arc Lémanique zwischen Stuhl und Bank zu fallen.

Von den elf Gemeinden der Kernregion Bern haben neben Ostermundigen auch Bolligen, Kehrsatz und Frauenkappelen einen höheren Steuersatz als die Stadt Bern und könnten damit aus finanzieller Perspektive an einer Fusion interessiert sein. Richtung Bern die Fühler ausstrecken wollen die Gemeinde Frauenkappelen und möglicherweise Kehrsatz. (Der Bund)

Erstellt: 27.08.2018, 06:48 Uhr

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