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Jenische fürchten den «Dammbruch»

Beunruhigt über die Eskalation im Laufe der Wileroltiger Debatte, ruft die Radgenossenschaft den Gesamtbundesrat an und bittet um Hilfe.

Alain Berset gönnt sich einen Einblick in die jenische Kultur – hier an der Feckerchilbi von 2016 in Bern.

Alain Berset gönnt sich einen Einblick in die jenische Kultur – hier an der Feckerchilbi von 2016 in Bern.

(Bild: Adrian Moser)

Marc Lettau

Die Radgenossenschaft der Landstrasse, die Dachorganisation der Jenischen und der Sinti in der Schweiz also, hat sich im Sommer im Zuge der erhitzten Wileroltiger Debatte direkt an Bundesrat Alain Berset (SP) und an den Gesamtbundesrat gewandt. Die Radgenossenschaft schlug Alarm und bat um Hilfe. Im ausführlichen Schreiben, das dem «Bund» vorliegt, brachte sie zum Ausdruck, die Jenischen der Schweiz fühlten sich «in ihrer Existenz bedroht» – dies auch als Folge der Eskalation und der undifferenziert gegen alle «Fahrenden» gerichteten Ressentiments: Die verschiedenen in den Sommermonaten reisenden Gruppen würden «sowohl gegeneinander ausgespielt wie auch in einen Topf geworfen».

Der Bund

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