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Grösste Gemeindefusion im Kanton Bern geglückt

Die Grossfusion von insgesamt acht Gemeinden rund um Fraubrunnen nördlich von Bern ist zustande gekommen

bs
Rund um die Gemeinde Fraubrunnen ist die Gemeindefusion geglückt.
Rund um die Gemeinde Fraubrunnen ist die Gemeindefusion geglückt.
Max Füri (Archiv)

Die grösste Gemeindefusion im Kanton Bern ist geglückt: Die Grossfusion von insgesamt acht Gemeinden rund um Fraubrunnen nördlich von Bern ist zustande gekommen. In allen betroffenen Gemeinden sagten die Stimmberechtigten am Wochenende deutlich Ja zum definitiven Zusammenschluss.

Das geht aus den am Sonntagnachmittag veröffentlichten Ergebnissen hervor. Durch die Fusion entsteht eine neue Gemeinde mit rund 4800 Einwohnern, die den Namen Fraubrunnen tragen wird. Die einzelnen Dörfer behalten aber ihre Namen. Die Fusion tritt per 2014 in Kraft und umfasst die Gemeinden Büren zum Hof, Etzelkofen, Fraubrunnen, Grafenried, Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried.

Zu den Vorteilen einer solchen Grossfusion zählten die Befürworter unter anderem eine leichte Steuerentlastung. Statt 450 braucht es nur noch 100 Behördenmitglieder und es fallen weniger Verwaltungsarbeiten an. Zudem soll die bereits bewährte Zusammenarbeit noch einfacher werden.

Als Nachteile galten hingegen der langfristig geringere Finanzausgleich sowie emotionale Bedenken wie die Angst vor Anonymität oder Unsicherheiten während der Übergangszeit.

Bereits im November 2011 sprachen sich aber alle acht Gemeinden an Versammlungen deutlich dafür aus, die Idee einer Fusion weiterzuverfolgen. Die Projektverantwortlichen erarbeiteten daraufhin den Fusionsvertrag und das Organisationsreglement. Die Fusionsdokumente wurden am Wochenende den Stimmberechtigten der acht Gemeinden vorgelegt.

«Bahnbrechender» Entscheid

Mit dem Abstimmungsergebnis vom Sonntag sei das mit Abstand grösste Gemeindefusionsprojekt im Kanton Bern geglückt, sagte Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) auf Anfrage. Der kantonale Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor bezeichnete die Grossfusion als bahnbrechend.

Dies sei ein gutes Signal für weitere Gemeindefusionen im Kanton, sagte Neuhaus. Denn nach wie vor setze der Kanton vor allem auf Freiwilligkeit. Dank der kürzlich angenommenen Gesetzesänderung könnte der Kanton aber unter bestimmten Voraussetzungen Gemeinden zu einer Fusion zwingen.

Im sogenannten Fusionsprojekt G8 hätten die Gemeinden um Fraubrunnen aus einer Position der Stärke den Zusammenschluss bestimmt, sagte Neuhaus weiter. Schon vor den Abstimmungen in den einzelnen Gemeinden sei er vorsichtig optimistisch gewesen. Denn schon früh seien alle Gemeinden grundsätzlich hinter dem geplanten Zusammenschluss gestanden.

(SDA)

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