Glas Trösch baut in Bolligen 37 Stellen ab

Das Familienunternehmen verlegt die Produktion von der Berner Vorortsgemeinde nach Bützberg (BE) und Oberkulm (AG).

Im Lager von Glas Trösch: Die grossen Scheiben sind 6 auf 3 Meter gross.

Im Lager von Glas Trösch: Die grossen Scheiben sind 6 auf 3 Meter gross. Bild: Margrit Kunz

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Der Glashersteller und -verarbeiter Glas Trösch legt seinen Produktionsstandort Bolligen still. Die bisher in der Berner Vorortsgemeinde hergestellten Isoliergläser für den Fenster- und Fassadenbau sollen in Zukunft am Hauptsitz in Bützberg bei Langenthal und im aargauischen Oberkulm produziert werden. Dort werde damit die Kapazität besser ausgelastet, begründete das Unternehmen gestern seinen Entscheid.

37 Angestellte werden ihre Stelle in Bolligen verlieren. Und weil die Standorte Bützberg und Oberkulm stärker automatisiert sind, können nur 12 von ihnen im Konzern weiterbeschäftigt werden.

Für die Restrukturierung macht Glas Trösch Entwicklungen am internationalen Fenstermarkt verantwortlich. Immer mehr Schweizer Fensterbauer würden ihre Produktion aufgeben. Die Konkurrenz aus den Nachbarländern und aus Osteuropa biete verarbeitete Gläser und komplette Fenster zu deutlich tieferen Preisen an. Weshalb der Importdruck zunehme. Das bedinge für die Produktion in der Schweiz eine hohe Automatisation und grosse, gut ausgelastete Anlagen.

Derzeit hat die Belegschaft die Gelegenheit, im Rahmen eines Konsultationsverfahrens, Vorschläge zu machen, wie Entlassungen verhindert oder eingeschränkt werden können. Das in Bolligen angesiedelte Verkaufsbüro sei von der Umstrukturierung nicht betroffen, teilte Glas Trösch mit.

Das über 100 Jahre alte Familienunternehmen beschäftigt weltweit 5000 Mitarbeitende. Nach dem Wegzug aus Bolligen wird Glas Trösch im Kanton Bern – neben dem Hauptsitz – noch in Steffisburg präsent sein. Dort stellen derzeit 63 Angestellte Isolierglas für Glasfassaden her.

Der Standort sei nicht gefährdet, heisst es von Glas Trösch. Steffisburg sei grösser und spezialisierter als Bolligen. Zudem versorge man von dort aus mit dem ganzen Oberland und dem Wallis einen grösseren Markt. (Der Bund)

Erstellt: 06.11.2018, 17:53 Uhr

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