Gemeinde Münsingen
 lagert ihre Kita aus

Das Gemeindeparlament beschliesst einen Ausbau des Betreuungsangebots.

Eine «Auslagerung der Kita» sei für die Gemeinde die «kostengünstigste Lösung», so Gemeinderat Jakob Hasler.(Symbolbild)

Eine «Auslagerung der Kita» sei für die Gemeinde die «kostengünstigste Lösung», so Gemeinderat Jakob Hasler.(Symbolbild)

(Bild: Franziska Scheidegger)

Basil Weingartner@bwg_bern

Eigentlich hatte der Münsinger Gemeinderat bei der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) fünf zusätzliche subventionierte Kita-Plätze beantragt. Doch die GEF bewilligte gleich deren acht.

Das Parlament stimmte am Dienstag nun einem überparteilichen Antrag von Mitte-links deutlich zu, künftig alle acht Plätze mitzufinanzieren. Einzig vier SVP-Vertreter waren anderer Meinung. Münsingen wird künftig 44 subventionierte Vollzeitplätze anbieten können. Bei diesen müssen die Eltern im Schnitt knapp 30 Prozent der Kosten übernehmen, vom Rest bezahlt die Gemeinde ein Fünftel, alles andere der Kanton. Ein Kita-Platz kostet die Gemeinde dadurch jährlich rund 3500 Franken.

Die Kita-Debatte fand im Rahmen der Behandlung eines bereits 2012 eingereichten FDP-Postulats statt. Dieses hatte neben der Prüfung des nun beschlossenen Ausbaus der Kita-Plätze auch eine Auslagerung der gemeinde­eigenen Kita verlangt. Auch letztere begrüsst der Gemeinderat. Zwar sei die gemeindeeigene Kindertagesstätte ein «Juwel», sagte Gemeinderat Jakob Hasler (EVP) vor dem Parlament.

«Das Betreiben einer Kita gehört aber nicht zu unserem Kerngeschäft.» Man habe deshalb bereits mit mehreren privaten Kita-Betreibern Gespräche geführt. «Eine Auslagerung ist für die Gemeinde zudem die kostengünstigste Lösung», so Hasler. Gabriela Krebs (SP) mahnte, dass die Qualität aufgrund der Auslagerung nicht leiden dürfe. «Bei der Vorlage steht nicht das Sparen im Vordergrund.» Deshalb verlangten weitere Votanten etwa, dass eine Auslagerung keine negativen Auswirkungen auf die Anstellungsbedingungen des Personals haben dürfe.

Zudem strichen viele die Wichtigkeit eines guten Betreuungsangebots hervor – für die Familien ebenso wie für Münsingen als wachsende Wohngemeinde. Und so wurde die Vorlage letztlich einstimmig genehmigt. Die Exekutive muss nun ein Reglement ausarbeiten, das die Auslagerung möglich macht.

Der Bund

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