Für diesjährige Präsidentenfeier budgetiert Thun tiefere Ausgaben

Für die Empfangsfeier des künftigen Berner Grossratspräsidenten Carlos Reinhard am kommenden Donnerstag hat die Stadt Thun dieses Jahr das Budget gekürzt.

Carlos Reinhard ist der künftige Berner Grossratspräsident. Das Budget für seine Feier am kommenden Donnerstag auf dem Rathausplatz in Thun wurde um 10'000 Franken gekürzt.

Carlos Reinhard ist der künftige Berner Grossratspräsident. Das Budget für seine Feier am kommenden Donnerstag auf dem Rathausplatz in Thun wurde um 10'000 Franken gekürzt.

(Bild: Adrian Moser)

Nach Kontroversen um die Kosten der letztjährigen Feier hat die Stadt das Budget um 10'000 auf 40'000 Franken gekürzt.

SVP-Stadtrat Lukas Lanzrein hatte im Februar 2015 im Thuner Stadtparlament darauf hingewiesen, dass die Gemeinde Ipsach für ihre Feier von 2014 nur 1400 Franken ausgegeben habe. Den Rest hätten die damals zur Grossratspräsidentin gewählte Béatrice Struchen und private Geldgeber aufgewendet. Struchen wohnt in Ipsach.

Deshalb seien 50'000 Franken für die Thuner Feier von 2015 zu viel, sagte Lanzrein weiter. 25'000 Franken würden ausreichen. Im Juni 2015 wurde der Thuner EVP-Grossrat Marc Jost zum Grossratspräsidenten gewählt. Er gibt dieses Amt am kommenden Montag ab.

Thuns Stadtschreiber Bruno Huwyler Müller sagte dazu am Freitag auf Anfrage, effektiv habe die Stadt Thun für die Feier zu Ehren Marc Josts im vergangenen Jahr rund 30'000 Franken ausgegeben. Den Rest hätten Sponsoren und der Kanton Bern getragen.

Für die Feier zu Ehren von Carlos Reinhard habe die Stadt Thun nun im Budget einen Betrag von 40'000 Franken vorgesehen. Wahrscheinlich hätte die Stadtverwaltung diese Kürzung um 10'000 Franken auch ohne die Stadtratsdebatte von 2015 um die Kosten vorgenommen, sagte Huwyler weiter - einfach aufgrund der Erfahrungen von letztem Jahr.

Reinhard wird am kommenden Montag im Berner Rathaus zum Jost-Nachfolger gewählt. Am Montag beginnt in Bern die Juni-Session des bernischen Grossen Rats. Reinhard ist 1. Vizepräsident und wird deshalb laut einer langjährigen Tradition neuer Präsident.

Erneut mit Sponsoren

Laut einer Mitteilung der Thuner Stadtverwaltung vom Freitag werden am 2. Juni auf dem Thuner Rathausplatz mehrere Politikerinnen und Politiker Reden halten. Dazu gehören etwa die bernische Regierungspräsidentin Beatrice Simon, Stadtpräsident Raphael Lanz und natürlich Carlos Reinhard selber.

Umrahmt wird die Feier von der Kadettenmusik Thun und der Ehrenformation des Kantons Bern. Nach den Reden lädt Grossratspräsident Carlos Reinhard die Thuner Bevölkerung zu «Hörnli und Ghackets» ein.

Laut Huwyler kommen auch in diesem Jahr Sponsoren zum Zug. So wird etwa eine grosse Detailhandelskette als Sponsor für das von Reinhard offerierte Mahl für die Bevölkerung auftreten. Reinhard selber trägt auch zur Finanzierung bei. Er ist der elfte Grossratspräsident aus Thun seit dem Inkrafttreten der liberalen Berner Verfassung von 1831.

lim/sda

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