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Flughafen-Ausbau rückt näher

Der Bundesrat hat den Grundstein für die vierte Ausbauetappe des Flughafens Bern-Belp gelegt: Privatfliegerei und Linienflüge werden getrennt, die Erschliessung des Flughafens soll attraktiver werden.

Der Flughafen Bern-Belp soll ausgebaut werden, die Erschliessung des Flughafens attraktiver.
Der Flughafen Bern-Belp soll ausgebaut werden, die Erschliessung des Flughafens attraktiver.
Franziska Scheidegger

Die vierte Ausbauetappe am Flughafen Bern-Belp rückt näher: Der Bundesrat hat am Mittwoch das revidierte Objektblatt genehmigt und damit die Grundlage gelegt für die Trennung von Privatfliegerei und Linienflügen. Die Geschäfts- und die Sportfliegerei sollen demnach auf die Südseite der Hauptpiste verlegt werden. Die Flughafen-Betreiberin Alpar will nun das Planprojekt ausarbeiten und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) vorlegen, wie sie in einem Communiqué mitteilte. Der Baubeginn werde frühestens 2014 erfolgen.

Das revidierte Objektblatt aus dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt geht für Bern-Belp weiter von maximal 75'000 Flugbewegungen im Jahr aus. In der Vernehmlassung hatten die Stadt Bern und die Gemeinden Köniz, Rubigen und Muri eine Begrenzung auf 65'000 verlangt. Letztes Jahr gab es auf dem Flughafen Bern-Belp etwa 53'000 An- und Abflüge, wie Alpar-Sprecher Daniel Steffen auf Anfrage sagte. Im ersten Halbjahr 2012 wurden fünf Prozent weniger Flugbewegungen verzeichnet, obgleich die Zahl der Passagiere stark zunahm. In früheren Jahren gab es auch schon deutlich mehr Flugbewegungen.

Eine Verbesserung vor allem für die Stadt Bern und Muri-Gümligen soll das geplante GPS-Anflugverfahren bringen, wie Steffen weiter sagte. Die im Frühling präsentierten Pläne sollen nun möglichst rasch konkretisiert und dem Bazl vorgelegt werden. Dank satellitengestützter Navigation könnten Bern und Muri- Gümligen vermehrt umflogen werden. «Der Anflugverkehr kann so besser auf Nord- und Südanflüge verteilt werden», schreibt die Alpar.

«Attraktive Erschliessung» gefordert

Im Objektblatt wird auch verlangt, dass Kanton und Gemeinden für eine «attraktive Erschliessung des Flughafens mit dem öffentlichen Verkehrsmittel» sorgen. Das Angebot solle «soweit möglich verbessert» werden. Eine direkte Busverbindung von der Stadt Bern zum Flughafen gibt es seit diesem Frühling allerdings nicht mehr. Fluggäste müssen nun mit der S-Bahn nach Belp fahren und dort auf den Flughafen-Bus umsteigen. Zwar gibt es so häufigere Verbindungen, doch empfinden Kritiker die Umsteigerei in Belp als Verschlechterung des Angebots.

In der Vernehmlassung zum Objektblatt verlangten Fluglärm-Gegner und auch die Stadt Bern im weiteren, dass Flugzeuge am Wochenende erst ab 8 Uhr starten und landen dürfen. Dieser Punkt wird allerdings nicht im Objektblatt geregelt. Er ist Teil der Betriebsbewilligung, wie Alpar-Sprecher Steffen auf Anfrage sagte.

SDA/rym

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