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Flughafen Bern-Belp entlässt weitere Mitarbeiter

Die Flughafen Bern AG streicht sechs Stellen. Offenbar ist die Hälfte des Umsatzes wegen des Konkurses von SkyWork weggebrochen.

«Wir erwarten ein anspruchsvolles Jahr», sagt der neue, interimistische Flughafendirektor Martin Leibundgut.
«Wir erwarten ein anspruchsvolles Jahr», sagt der neue, interimistische Flughafendirektor Martin Leibundgut.
Franziska Rothenbühler (Archiv)

Nach dem Konkurs ihres wichtigsten Kunden, der SkyWork Airlines, reduziert die Flughafen Bern AG ihren Personalbestand weiter. Die Flughafenbetreiberin, die bereits letztes Jahr den Abbau von zehn Stellen ankündigte, hat sechs weitere Kündigungen ausgesprochen.

Es gelte, den Betrieb dem bereits geplanten und allenfalls noch möglichen Zusatzverkehr anzupassen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag. Stand heute wird das Unternehmen Ende Frühling 2019 noch etwa 65 Vollzeitstellen aufweisen, wie Flughafendirektor Mathias Gantenbein auf Anfrage ergänzte.

Vor dem SkyWork-Konkurs von vergangenem Herbst hatte das Unternehmen rund 86 Vollzeit-Arbeitsplätze angeboten. Im September 2018 schrieb die Flughafen Bern AG, fünf Personen werde sie kündigen. Die übrigen fünf Stellen würden über die natürliche Fluktuation, mit Pensionierungen und der Nichtbesetzung von offenen Stellen abgebaut. In der Zwischenzeit sind auch noch befristete Arbeitsverträge ausgelaufen und es sind weitere Pensionierungen erfolgt.

Hälfte des Umsatzes weg

SkyWork Airlines brachte der Flughafen Bern AG gemäss Gantenbeins Aussagen einen Drittel des Umsatzes ein. Mit indirekten Auswirkungen sei gegen die Hälfte des Umsatzes weggebrochen, sagt der Flughafendirektor. Schon im September schrieb deshalb das Berner Unternehmen, wenn es bis Ende Jahr nicht gelinge, den Ausfall von SkyWork zumindest teilweise zu kompensieren, werde der Buisnessplan angepasst.

In diesem Fall werde sich die Flughafen Bern AG nicht mehr auf ganzjährige Linienverbindungen ausrichten, sondern auf Klein- und Businessaviatik, die Betriebe des Bundes, saisonale Charterflüge, Rettungsflüge und Ausbildung. In diesem Fall sei ein weiterer Stellenabbau nicht auszuschliessen.

Auf die Frage, wie es nun mit dem Businessplan aussehe, antwortete die Flughafen Bern AG am Donnerstag mit der Aussage, zu gegebener Zeit werde über allfällige Anpassungen am Geschäftsmodell orientiert. Weiterhin führe das Unternehmen Gespräche mit potenziellen Flugpartnern. «Mehr können wir zurzeit nicht sagen.»

Sommerflüge ab April

Die Flughafenbetreiberin gab am Donnerstag auch bekannt, dass der sommerliche Charterflugverkehr dieses Jahr schon im April beginnt. Ab dem 13. April fliegt Helvetic Airways nach Olbia auf Sardinien und nach Jerez in Andalusien. Ab dem 21. April folgen Flüge nach Palma de Mallorca. Später kommen die Destinationen Elba und Menorca hinzu. Diese Flüge führen Zimex Aviation und die Gesellschaft «People's» durch.

«Wir erwarten ein anspruchsvolles Jahr», sagt der neue, interimistische Flughafendirektor Martin Leibundgut, der am 1. Februar sein Amt antritt, laut der Mitteilung. «Gleichzeitig freuen wir uns auf die saisonalen Flüge».

6 Prozent weniger Flugbewegungen

2018 verzeichnete der Flughafen Bern 44'706 Flugbewegungen, was einem Rückgang von sechs Prozent entspricht, und zählte 151'780 Passagiere. Das sind 17 Prozent weniger Passagiere als im Jahr zuvor.

(SDA)

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