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«Falscher Zahnarzt von Biel» meldet Berufung an

Der Bieler Zahntechniker, der unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und Betrugs zu 4,5 Jahren verurteilt wurde, hat Berufung gegen das Urteil angemeldet.

Der verurteilte Zahnarzt legt gegen den Gerichtsentscheid Berufung ein (Symbolbild).
Der verurteilte Zahnarzt legt gegen den Gerichtsentscheid Berufung ein (Symbolbild).
Keystone

Das haben das Bieler Regionalgericht und der Verteidiger des Mannes am Montag auf Anfrage bekanntgegeben. Rechtsanwalt Urs Wüthrich sagte weiter, die Chance sei gross, dass die Berufung nach Vorliegen des schriftlichen Urteils auch bestätigt werde. Er werde wohl nicht alle Punkte, aber einen grossen Teil des Urteils anfechten, so der amtliche Verteidiger des als «falscher Zahnarzt von Biel» bekanntgewordenen Mannes.

Wenn ein erstinstanzliches Gericht ein Urteil eröffnet, haben Verteidigung und Anklage zehn Tage Zeit, Berufung anzumelden. Sobald das Urteil schriftlich vorliegt, haben sie zwanzig Tage Zeit, diese Anmeldung zu bestätigen oder zurückzuziehen. Wird die Berufung bestätigt, landet der Fall vor der nächsthöheren Instanz, in diesem Fall das bernische Obergericht. Keine Berufung angemeldet hat im Fall des «falschen Zahnarzts von Biel» die Staatsanwaltschaft, wie es bei der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern auf Anfrage hiess. Letztere kann aber, sofern der Verteidiger des Mannes dereinst die Berufung bestätigt, Anschlussberufung einreichen.

Der 53-jährige Bieler Zahntechniker und Dentalassistent, der sich gemäss dem Urteil vom 24. März jahrelang als Zahnarzt ausgab, wurde der mehrfachen schweren und einfachen Körperverletzung für schuldig befunden. Auch gewerbsmässigen Betrug, Urkundenfälschung und weitere Delikte beging der Mann laut dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland. Wüthrich hatte am Prozess in Biel einen Freispruch für den Mann gefordert, ausser in einem Nebenpunkt, Staatsanwältin Barbara Henauer eine Freiheitsstrafe von 44 Monaten.

(SDA)

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