Erste Ratschläge nach dem Könizer Bauernprotest

Mit der BDP reagiert die erste Ortspartei auf die Könizer «Bauernrevolte». Sie mahnt, den Konflikt über den parlamentarischen Weg zu lösen.

Für die BDP ist es wichtig, dass der von Christian Burren (SVP, Bild) angeführte Bauernprotest, nicht als Spielball für die Wahlkampagne 2017 missbraucht wird.

Für die BDP ist es wichtig, dass der von Christian Burren (SVP, Bild) angeführte Bauernprotest, nicht als Spielball für die Wahlkampagne 2017 missbraucht wird. Bild: Franziska Rothenbühler

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Inhaltlich reagiert die BDP Köniz recht verständnisvoll auf den sehr späten aber umso lauteren Protest der Könizer Landwirte auf die Ergebnisse der Könizer Ortsplanungsrevision.

Zur Erinnerung: Die Bauern kritisieren unverständlich spät den ihrer Meinung nach zu weit reichenden Landschaftsschutz und verlangen de facto vom Gemeinderat die Absetzung der bereits anberaumten Volksabstimmung.

Die BDP rät aber, für die Lösung des Konflikts den parlamentarischen Weg zu wählen. Der Könizer Gemeinderat habe bekanntlicherweise eine parlamentarische Kommission zur Ortsplanungsrevision eingesetzt.

Diese nach Parteienproporz zusammengesetzte und somit repräsentative Kommission sei der richtige Ort, sich der noch offenen Fragen im bereits Jahre andauernden Ortsplanungsprozess aufzugreifen. De Kommission sei derzeit daran, das Revisionswerk zu überprüfen und Anpassungen mit Gemeinderat und Gemeindeverwaltung zu erörtern.

Allerdings mahnt die BDP zugleich, Köniz müsse die Lehren aus dem gescheiterten Projekt Tram Region Bern ziehen. Will heissen: Der Gemeinderat müsse diesmal «die Arbeit dieser Kommission ernst nehmen, entsprechend würdigen und beantragte Änderungen umsetzen».

Wichtig sei das vorgeschlagene Vorgehen auch, damit das wichtige Thema Ortsplanung nicht «als Spielball der Wahlkampagne 2017 missbraucht wird». Ein Wahlkampfthema ist der Bauernprotest freilich allein schon deshalb geworden, weil er vom SVP-Kandidaten fürs Gemeindepräsidium, Christian Burren, angeführt wird. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.05.2017, 16:20 Uhr

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