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Ein «Historiker», der einen getöteten Polizisten verleumdet und Bürger beleidigt

Ein Südafrikaner hält die bernischen Behörden auf Trab – doch zu seiner Verhandlung erscheint er nicht.

Timo Kollbrunner

Gäbe es im Kanton Bern eine «Querulanten»-Datenbank, würde er darin wohl in Fettschrift geführt. Ende Mai 2011 wurde der in Südafrika geborene, heute 51 Jahre alte Mann im Haus seiner Frau in einem Berner Dorf verhaftet. Keine 15 Kilometer entfernt, in Heimiswil, nahmen an diesem Montagabend 1000 Personen Abschied von einem 39-jährigen Polizisten, der eine Woche zuvor in Schafhausen im Emmental bei der Zwangsräumung einer Wohnung erschossen worden war.

Der Polizist und der Südafrikaner hatten sich gekannt. Ein paar Wochen zuvor hatte der Polizist – zusammen mit einer Dienstkollegin – den 51-Jährigen in Burgdorf angehalten, weil der aus einem Auto heraus mit einer Wasserpistole den Streifenwagen bespritzt hatte. Die Polizisten kontrollierten ihn, es kam zum Streit, der Südafrikaner sagte, sie sollten besser nach «Schweizer Kinderfickern» suchen, statt unschuldige Opfer zu terrorisieren. Nach diesem Vorfall stellte der 51-Jährige Videos ins Internet, in denen er den Polizisten als schizophrenen Psychopaten betitelte. Nach dessen Tod sagte er in einem Video, es sei eine «göttliche Gerechtigkeit», dass der Polizist «jetzt weg» sei. Ende Mai wurde er schliesslich verhaftet, weil er geplant hatte, die Beerdigung des Polizisten zu besuchen und zu filmen.

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