Doch keine Kulturzone für «Heubüni»

Die Gemeinde Kirchlindach will für das Kulturlokal «Heubüni» in Ausserortschwaben eine eigene Kulturzone schaffen. Der Kanton Bern pfeift die Gemeinde aber zurück und heisst eine Beschwerde gegen das Vorhaben gut.

Der Kanton hat entschieden: Für die «Heubüni» wird keine eigene Kulturzone geschaffen.

Der Kanton hat entschieden: Für die «Heubüni» wird keine eigene Kulturzone geschaffen.

(Bild: Franziska Scheidegger)

An einem Kultur- und Veranstaltungslokal ausserhalb des Siedlungsgebiets bestehe kein überwiegendes öffentliches Interesse, teilte die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion am Mittwoch mit.

Die umgebaute Heubühne einer Bauernfamilie in Ortschwaben wurde lange Zeit rege als Fest- und Kulturlokal benutzt. Allerdings steht die «Heubüni» in der Landwirtschaftszone, was einen jahrelangen Rechtsstreit bis vor Bundesgericht auslöste.

Die Gemeinde Kirchlindach versucht deshalb, eine Kulturzone auszuscheiden, um den Betrieb der «Heubüni» zu ermöglichen. Die Stimmberechtigten hatten Ende März 2010 einer entsprechenden Ortsplanungsrevision zugestimmt.

Gegen die Genehmigung der Einzonung durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung hatten sowohl Private wie auch das Bundesamt für Raumentwicklung bei der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) Beschwerde erhoben.

Die JGK kam laut Mitteilung zum Schluss, dass eine Kulturzone in Ausserortschwaben zu einer unzulässigen Kleinbauzone führen würde. Dies widerspreche klar dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben werden.

gbl/sda

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