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Die Säumer sind zurück auf dem Rawilpass

Ein Dutzend Säumer lassen mit ihren Maultieren eine alte Tradition aufleben. Sie transportieren über die historische Handelsroute Rawilpass Wein aus dem Wallis an die Lenk.

Kurt Marti säumt mit seinen Kollegen Rotwein, Weisswein und Rosé aus dem Wallis an die Lenk.
Kurt Marti säumt mit seinen Kollegen Rotwein, Weisswein und Rosé aus dem Wallis an die Lenk.
Anita Bachmann

Je drei Männer hieven hölzerne Weinfässer hoch und hängen sie beidseitig am Sattel des Maultiers ein. Nach einer Nacht im Freien bei den Tieren sind die Säumer um sechs Uhr aufgestanden, um die Mulis zu füttern und sich selber zu stärken. Knappe drei Stunden später werden die Tiere beladen, was im Fachjargon «paschten» heisst. In vier Etappen begehen ein halbes Dutzend Säumer mit ihren Tieren die alte Handelsroute über den Rawilpass. Bis zum Ausbau der Strassen und dem Eisenbahnnetz war der Rawilpass eine wichtige Nord-Süd-Verbindung, die bereits zur Bronzezeit begangen wurde. Von Veyras (VS) oberhalb von Sierre führt der Weg durch die Rebberge, steil die Wälder zum Stausee Lac de Tseuzier hinauf, über den 2429 Meter über Meer liegenden Rawilpass nach Iffigenalp oberhalb Lenk. Spektakulär ist das letzte Wegstück oberhalb der Iffigenalp, dort wurde im 18. Jahrhundert ein Weg in den Felsen gesprengt.

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