Die Riesen-Spritze auf dem Bantiger

Das Worblental wird zum Kunstraum, neuerdings stehen dort Wörter in der Landschaft.

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Zwischen Worb und Worblaufen dürften sich die Leute in diesen Tagen wundern: Mitten in der Landschaft stehen Wörter. Es sind aus Holz gefertigte Buchstaben, aufgestellt auf Wiesen, Hügeln und an Gebäuden, aneinandergereiht zu Wörtern. Die Erklärung ist, es handelt sich um Kunst.

Matthias Zurbrügg von Mes:arts – bisher bekannt für seine Theaterproduktionen, die er auf Stadtspaziergängen aufführte – versucht sich mit seiner ersten Ausstellung. Die Idee sei, Landschaft und Schrift zu verbinden, sagt er. Die Wörter stünden in Bezug zur Landschaft oder seien einfach sonst originell, abstrakt oder kurios.

Und sie regen die Fantasie an oder geben zu denken. Weil unter dem Bantiger nun das Wort «Injektion» zu lesen ist, sieht man in der Antenne plötzlich eine übergrosse Spritze. Ein witziges Wortspiel ist auch der Begriff «unfassbar» an einem Futtersilo bei einem Bauernhaus. Das Wort «Mensch» über den Zielscheiben des Schiessstands Moos bei Stettlen dürfte hingegen eher nachdenklich stimmen.

Insgesamt 31 Wörter will Zurbrügg in den nächsten Tagen noch installieren. Die grössten seien vier Meter, die kleinsten 20 Zentimeter hoch, die längsten Wörter messen 40 Meter. Die Installationen sind entlang des Wanderwegs «worbletalwärts!», ein Gemeinschaftswerk der Gemeinden und der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, zu sehen. Finanziert wird das Projekt mit einer Crowdfunding-Aktion und dem Verkauf einer Broschüre. Die Ausstellung ist aber frei zugänglich.

Und ist es überhaupt legal, Buchstaben in die Landschaft zu stellen? Man habe bei allen Landeigentümern eine Bewilligung und bei den Gemeinden eine Genehmigung eingeholt, heisst es dazu bei Mes:arts. Offiziell beginnt die Ausstellung am 4. September mit einer Vernissage. (Der Bund)

Erstellt: 23.08.2016, 08:32 Uhr

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