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Bundesrat Burkhalter zu Besuch in seinem Heimatort Sumiswald

Die Emmentaler Gemeinde Sumiswald hat am Freitag hohen Besuch erhalten: Bundesrat Didier Burkhalter wandte sich an der Bundesfeier in seinem Heimatort an die Bevölkerung.

Didier Burkhalter besuchte am Freitag seinen Emmentaler Heimatort.
Didier Burkhalter besuchte am Freitag seinen Emmentaler Heimatort.
Keystone

Am Freitag machte Bundesrat Didier Burkhalter einen Besuch in seinem Heimatort – dem Emmentaler Dorf Sumiswald. Von seinen familiären Wurzeln im Emmental spannte er den Bogen seiner Rede bis ins Kriegsgebiet von Syrien.

Just dort nämlich finde sich ein Stück Sumiswald, als Zeichen des Friedens. Vor gut 100 Jahren lieferte die Sumiswalder Turmuhrenfabrik Baer das Uhrwerk für die Sankt-Elias-Kathedrale in Aleppo. Seither spielt das Glockenspiel jede Viertelstunde ein «Ave Maria».

Doch das friedliche Glockengeläut, so Burkhalter, gehe heute leider im Getöse eines der grausamsten Bürgerkriege unserer Zeit unter. Die Sumiswalder Uhr am Kirchturm in Aleppo erinnere daran, dass Friede ein zentrales Gut sei. Und: «dass die Zeit des Friedens nicht einfach für immer gilt, sondern wir uns dafür ständig einsetzen müssen».

Burkhalter verwies in seiner Ansprache auf auf den «Feuergürtel», der Europa im Osten und im Süden umgebe: Konflikte in der Ukraine, in Syrien und Irak, in Libyen, in Jemen, in Südsudan und anderswo. «Der Weg zu einer sicheren Schweiz führt auch über eine grössere Stabilität rund um uns herum», betonte der Schweizer Aussenminister.

Bilateralen Weg stärken

Zentral für die Schweiz ist laut Burkhalter aber auch das Verhältnis der Schweiz zur EU. «Wir wollen die Migration besser kontrollieren und den bilateralen Weg stärken», sagte der Aussenminister.

Der Neuenburger äusserte schliesslich in seiner Festansprache den Wunsch, dass es der Schweiz gelingen möge, sich den zunehmenden Unsicherheiten in der Welt zu stellen und «dass die Schweiz immer so schön bleibt wie in Sumiswald».

Von dort wanderten Burkhalters Vorfahren vor etwa vier Generationen nach Neuenburg aus. Auch die Schweiz sei eine grosse Familie, in der der Zusammenhalt gefördert werden müsse, sinnierte Burkhalter. «Unser Land und seine Institutionen sind das Ergebnis unseres gemeinsamen Willens, unseres Strebens nach Unabhängigkeit, Wohlstand und Sicherheit».

Anstehen mit dem Bundesrat

Der sichtlich gut gelaunte Bundesrat aus Neuenburg eroberte die Herzen der Emmentaler im Schwick. Dass sich der Ehrengast für die obligate Bratwurst wie jeder andere in die Warteschlange stellte und sich dann auch noch in charmantem Akzent «für den Bratwurst» bedankte, sicherte ihm den warmen Applaus der Bevölkerung.

Das Festzelt auf dem Schulhausplatz und die ausserhalb aufgestellten Festbänke waren voll besetzt. Mehrere hundert Sumiswalder waren zur Feier gekommen. Beim Schweizer Psalm erwiesen sie sich allesamt als stimmgewaltige Sängerinnen und Sänger.

SDA/hjo

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