Bremgarten beteiligt sich an Studie zu Fusion im Raum Bern

Eine Fusion hat für Bremgarten zwar keine Priorität, dennoch will die Gemeinde Szenarien prüfen.

Vorläufig verlaufen in Bremgarten die Gemeindegrenzen wie gehabt.<p class='credit'>(Bild: Google Maps)</p>

Vorläufig verlaufen in Bremgarten die Gemeindegrenzen wie gehabt.

(Bild: Google Maps)

Eine Grossfusion im Raum Bern steht für die Gemeinde Bremgarten zwar nicht zuoberst auf der Prioritätenliste, dennoch beteiligt sie sich an einer entsprechenden Machbarkeitsstudie.

Einen für die Gemeinde so wichtigen Entscheid will der Gemeinderat nicht ohne Grundlagen fällen, wie er am Mittwoch mitteilte. Bremgarten beteiligt sich demnach finanziell an der Studie. Ausgelöst wurden die Diskussionen zur Entwicklung der Stadtregion Bern durch den Wunsch des Ostermundiger Gemeindeparlaments, eine Fusion mit der Stadt Bern zu prüfen.

Im vergangenen Dezember gaben die Stadt Bern und die Gemeinde Ostermundigen bekannt, dass sie in einer Machbarkeitsstudie die Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses ausloten wollen. Die beiden Gemeinden spannen den Faden gleich weiter und luden auch die übrigen Gemeinden rund um Bern ein, sich an der Studie zu beteiligen.

Diese soll kein Präjudiz schaffen, sondern die Grundlage bieten, um einen Entscheid in die eine oder andere Richtung zu treffen. Ein solcher Grundsatzentscheid ist für Mitte 2020 vorgesehen.

Bisher nur Bümpliz

In Bern kam es bisher nur zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer Eingemeindung. Damals stiess Bümpliz zur Stadt Bern. Dass es im Raum Bern nicht zu weiteren Zusammenschlüssen kam, hatte unter anderem damit zu tun, dass die Stadt nicht nur arme Umlandgemeinden wie Bümpliz aufnehmen wollte, sondern auch die wohlhabenden wie Muri. Das Gesamtpaket scheiterte indessen.

In der heutigen Zeit sind Gemeindefusionen wieder ein Thema geworden, da vielen kleinen Gemeinden oft Ressourcen und Personal fehlen, um ihre Aufgaben zu erledigen. Auch die Universität Bern kam in einer 2017 veröffentlichten Studie zum Schluss, dass ein Zusammenschluss von Bern mit elf umliegenden Gemeinden eine Chance für Demokratie und Mitbestimmung wäre. Erstellt wurde sie im Auftrag des Vereins «Bern neu gründen».

Dieser wirbt seit Jahren für den Zusammenschluss von Bern, Köniz, Ostermundigen, Muri, Ittigen, Zollikofen, Wohlen, Bolligen, Bremgarten, Kehrsatz, Kirchlindach und Frauenkappelen. Mit einem Schlag entstünde die zweitgrösste Stadt der Schweiz mit 240'000 Einwohnern.

mer/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt