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Bieler Initiative «für eine gesunde Ernährung» lanciert

In Biel sollen in Kindertagesstätten und Altersheimen Mahlzeiten mit frischen Produkten aus der Region angeboten werden.

In Bieler Kitas soll mit regionalen Zutaten gekocht werden. (Symbolbild)
In Bieler Kitas soll mit regionalen Zutaten gekocht werden. (Symbolbild)
Franziska Scheidegger

Dies fordert die städtische Initiative «für eine gesunde Ernährung», welche die Grünen sowie Eltern- und Seniorenräte am Dienstag lanciert haben.

Im Visier haben die Initianten die Lieferung vorverpackter Mahlzeiten durch den Basler Gastronomiekonzern SV Group, mit der die Stadt Biel einen noch bis 2015 laufenden Vertrag unterzeichnet hatte.

Diese «industrielle Lebensmittelversorgung» mit in Plastik verpackten und über weite Distanzen transportierten Mahlzeiten müsse aus Schulen und Krippen verbannt und nicht auch noch auf die Altersheime ausgedehnt werden, erklärte Claire Magnin von den Grünen an der Medienkonferenz in einem Bieler Gemeinschaftsgarten.

Konkret verlangt die Initiative, dass die Mahlzeiten in Kindertagesstätten, Tagesschulen und städtischen Betagtenheimen täglich mit frischen Zutaten in Biel und Umgebung zubereitet werden müssen. Die Lebensmittel sollen möglichst bei regionalen Produzenten eingekauft werden und aus biologischer Landwirtschaft stammen.

Vorbilder in Genf und Lausanne

Damit würde nicht nur die gesunde Ernährung sondern auch das Verhältnis zwischen Stadt und Land gestärkt, betonen die Initianten. Sie verweisen auf ähnliche Projekte in Genf und Lausanne, wo die Behörden dafür sorgten, dass in Krippen und ausserschulischen Betreuungsstrukturen Mahlzeiten mit biologischen Produktionen vor Ort zubereitet würden.

Hinter dem Volksbegehren steht nebst dem Seniorenrat auch der Gesamtelternrat der Stadt Biel. Die negativen Auswirkungen schlechter Ernährungsgewohnheiten auf die gesunde Entwicklung von Kinder und Jugendlichen würden heute unterschätzt, betonte Elternrat-Vertreter André Burri.

Die Sammelfrist für die 2500 nötigen Unterschriften läuft bis am 19. Februar 2015.

Nationale «Fair Food«-Initiative

Auf nationaler Ebene haben die Grünen im Mai die «Fair Food«-Initiative lanciert. Sie soll sicherstellen, dass in der Schweiz nur Lebensmittel verkauft werden, die bezüglich Qualität, Umwelt- und Tierschutz sowie Arbeitsbedingungen Mindeststandards erfüllen.

Bereits zustande gekommen ist die Initiative «für Ernährungssicherheit» des Schweizerischen Bauernverbandes. Dieses Volksbegehren verlangt eine Stärkung der einheimischen Lebensmittelproduktion und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Bauern.

SDA/zec

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