Bern freut sich schon auf Ostermundigen

Der Berner Gemeinderat ist bereit für Gespräche mit den Gemeinden in der Agglomeration. Ostermundigen erwägt eine Konsultativabstimmung.

Der Grenzstein zwischen den Gemeinden Bern und Ostermundigen - bald Vergangenheit?

Der Grenzstein zwischen den Gemeinden Bern und Ostermundigen - bald Vergangenheit? Bild: Franziska Rothenbühler

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In Bern freut man sich über den Entscheid Ostermundigens. Das Parlament hat überraschend klar entschieden, dass eine Fusion der Gemeinde mit Bern oder einer anderen angrenzenden Gemeinde geprüft werden soll. Auf Twitter hiess der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) Ostermundigen bereits willkommen. Er betont im Interview mit dem «Bund» die Signalwirkung des Entscheides in die Region und zeigt sich offen für Avancen von anderen Gemeinden. Mit solchen rechnet der Politologe Andreas Ladner allerdings nicht. Er ist Spezialist für Gemeindefusionen. Bern habe die Ära der Eingemeindungen verpasst, sagt er. Dennoch werde der Entscheid der Ostermundiger Beachtung finden. Denn mit einer Fusion bzw. Eingemeindung Ostermundigens würde das regionale Zentrum Bern gestärkt.

Keine einziges negatives Votum

Der Ostermundiger Gemeindepräsident Thomas Iten (parteilos) ist froh, dass der Entscheid des Parlaments deutlich ausgefallen ist. Das Parlament überwies den Entscheid am Donnerstagabend mit 21 zu 10 Stimmen und keines der anwesenden Parlamentsmitglieder sprach sich dagegen aus, eine Fusion zumindest zu prüfen. Nun gehe es darum herauszufinden, was der Bevölkerung von Ostermundigen am meisten nütze, sagt Iten.

Der Gemeinderat wird bald die umliegenden Gemeinden formell anfragen, ob ein Interesse an einer Fusion bestehe. Danach wird er die möglichen Fusionen einer klassischen Analyse unterziehen und Chancen und Risiken der möglichen Fusionen gegeneinander abwägen. Spätestens Ende 2020 muss der Gemeinderat dem Parlament das Resultat dieser Analyse vorlegen. Iten denkt daran, auch die Bevölkerung frühzeitig in Form einer Konsultativabstimmung zu befragen, sobald sich das Parlament zum Bericht geäussert hat. (Der Bund)

Erstellt: 24.08.2018, 20:39 Uhr

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